Wickler-Raupe Tortricidae gen. sp.
Name
Tortricidae gen. sp.
Familie
Tortricidae (Wickler)
Körpergröße
Raupen je nach Art 10–25 mm Körperlänge
Merkmale
Wicklerraupen sind in Färbung und Musterung äußerst variabel – je nach Art und Entwicklungsstadium erscheinen sie grünlich, gelblich, bräunlich oder fast weiß, oft mit hellem oder dunklem Kopfschild. Der Körper ist meist schlank und zylindrisch. Viele Arten besitzen einen auffällig gefärbten Kopf sowie ein sklerotisiertes Nackenschild. Charakteristisch ist das Verhalten, sich bei Störung ruckartig rückwärts aus ihrem Gespinst zu katapultieren.
Lebensraum
Wicklerraupen besiedeln nahezu alle terrestrischen Lebensräume Mitteleuropas: Laubwälder, Nadelwälder, Hecken, Gärten, Moore und Offenland. Sie leben je nach Art an Kräutern, Sträuchern oder Bäumen. Die Raupen sind überwiegend von Frühjahr bis Herbst anzutreffen, einzelne Arten überwintern als Raupe und sind daher auch in den Wintermonaten zu finden. Erwachsene Falter fliegen je nach Art von April bis Oktober.
Besonderheiten
Die Familie Tortricidae umfasst in Mitteleuropa mehrere hundert Arten, was eine sichere Bestimmung einer einzelnen Raupe ohne Zucht und Schlupf des Falters kaum möglich macht. Viele Wicklerraupen wickeln Blätter oder Triebe ein, verspinnen Früchte oder minieren im Pflanzengewebe – daher der deutsche Familienname. Einige Arten wie der Apfelwickler gelten als bedeutende Obstschädlinge. Zur sicheren Artbestimmung sind Genitaluntersuchungen des geschlüpften Falters oft unerlässlich.