Kamel-Zahnspinner (Ptilodon capucina)
Name
Kamel-Zahnspinner (Ptilodon capucina)
Familie
Notodontidae (Zahnspinner)
Körpergröße
Spannweite 35–45 mm; Raupenlänge bis 30 mm
Merkmale
Die Raupe des Kamel-Zahnspinners erreicht eine Länge von bis zu 30 mm und ist durch eine variable grüne bis bräunliche Färbung gekennzeichnet. Je nach Entwicklungsstadium und Färbungsvariante können dabei dunkle und gelbliche Längszeichnungen auftreten. Der ausgewachsene Falter ist rotbraun bis ockerfarben gefärbt und zeigt charakteristische feine, wellige Querzeichnungen auf den Vorderflügeln. Auffällig ist außerdem ein kegelförmiger Haarschopf auf der Brust direkt hinter dem Kopf, der wie ein kleiner Kamelhöcker wirkt und der Art ihren deutschen Namen gegeben hat.
Lebensraum
Der Kamel-Zahnspinner besiedelt bevorzugt feuchte Laubwälder, Auwälder, Hecken und gehölzreiche Parkanlagen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Als Raupenfutterpflanzen dienen verschiedene Laubhölzer, darunter Buche (Fagus), Weide (Salix), Erle (Alnus) und Eiche (Quercus). Die Raupen sind von Juni bis Oktober anzutreffen. Der Falter fliegt in zwei Generationen, von April bis Juni sowie von Juli bis August, und ist vorwiegend nachtaktiv.
Besonderheiten
Bei Bedrohung nimmt die Raupe eine charakteristische Abwehrhaltung ein: Sie krümmt Vorder- und Hinterende des Körpers nach oben und wirkt dadurch deutlich einschüchternder. Diese Schreckpose dient der Abschreckung von Fressfeinden. Die Verpuppung erfolgt in einem festen Gespinst im Boden oder in der Streuschicht. Die Art überwintert als Puppe. Der Kamel-Zahnspinner gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet. Verwechslungen sind möglich mit anderen Zahnspinner-Raupen der Gattung Ptilodon, etwa dem Weißen Zahnspinner (Ptilodon cucullina), dessen Raupen ähnliche Färbungsmuster aufweisen.