Schneespanner (Phigalia pilosaria)

Die Raupen vom Schneespanner

Name

Schneespanner (Phigalia pilosaria)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Falter-Spannweite der Männchen ca. 35–40 mm; Raupenlänge bis 38 mm

Merkmale

Die Raupen des Schneespanners sind schlanke Stäbchenraupen und erreichen eine Länge von bis zu 38 mm. Sie sind gelblich-grün bis bräunlich gefärbt und damit gut an Zweige und Rinde angepasst. Die Männchen sind typische Spanner mit graubraunen, fein gewellten und dunkel gebänderten Vorderflügeln. Besonders auffällig ist der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus: Die Weibchen besitzen nur rudimentäre, stark verkümmerte Flügel und sind damit flugunfähig. Sie ähneln im Aussehen eher kleinen, behaarten Nachtfalter-Weibchen anderer flügelloser Spanner-Arten.

Lebensraum

Der Schneespanner besiedelt Laubwälder, Waldränder, Parks und Alleen Mitteleuropas. Die Raupen leben von April bis Juli an verschiedenen Laubbäumen, darunter Stieleiche, Zitterpappel, Salweide, Hainbuche und weitere Weidenarten. Die Falter erscheinen bereits im Winterhalbjahr: Die Männchen schlüpfen ab Ende Januar und fliegen hauptsächlich bis in den März. Der Schneespanner zählt damit zu den frühesten Faltern des Jahres und kann auch bei niedrigen Temperaturen aktiv sein, was ihm seinen treffenden deutschen Namen eingebracht hat.

Besonderheiten

Da die Weibchen flugunfähig sind, klettern sie nach dem Schlupf an Baumstämmen empor, wo sie von den fliegenden Männchen aufgefunden werden. Die Verpuppung der Raupen erfolgt im Erdboden, wo die Puppe den Sommer und Herbst überdauert. Der Schneespanner kann in manchen Jahren in größerer Zahl auftreten und dann merklichen Fraßschaden an Laubbäumen verursachen. Verwechslungen sind möglich mit dem nahe verwandten Großen Frostspanner (Erannis defoliaria), dessen Weibchen ebenfalls flugunfähig ist, sowie mit dem Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata), der jedoch erst im Herbst fliegt.