Rundflügel-Kätzcheneule (Orthosia cerasi)
Name
Rundflügel-Kätzcheneule (Orthosia cerasi)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Falter Spannweite ca. 34–40 mm, Raupenlänge 35–40 mm
Merkmale
Die gelbgrüne Raupe besitzt feine gelbliche Rücken- und Seitenlinien sowie zahlreiche winzige, gelbe Punkte auf dem gesamten Körper. Ein auffälliges Erkennungsmerkmal ist der breite, gelbe Querstreifen auf dem elften Segment. Ihr grünlicher Kopf weist eine feine dunkle Punktierung auf. Der ausgewachsene Falter zeigt eine rotbraune bis ockerbraune Grundfärbung der Vorderflügel mit charakteristischen hellen Querlinien und einem deutlichen Nierenmakel. Die Hinterflügel sind einfarbig hell- bis mittelgrau. Der Körper ist kräftig gebaut, die Flügelform wirkt gerundet, was dem Tier seinen deutschen Namen verleiht.
Lebensraum
Die Rundflügel-Kätzcheneule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen, darunter Laubwälder, Parkanlagen, Gärten und Hecken-Biotope. Die Raupen sind von Mai bis Juni anzutreffen und ernähren sich polyphag von den Blättern verschiedener Laubbäume wie Buche, Weide, Eiche und Linde. Der Falter fliegt bereits früh im Jahr von Februar bis April und gehört damit zu den typischen Frühjahrseulen, die oft an blühenden Weidenkätzchen oder Obstbaumblüten Nektar aufnehmen.
Besonderheiten
Ab Juli vergraben sich die Raupen in einer selbst gegrabenen Erdhöhle und verpuppen sich dort. Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, bevor die Falter im zeitigen Frühjahr schlüpfen. Als Frühjahrsart ist Orthosia cerasi auf früh blühende Gehölze angewiesen und daher ein wichtiger Indikator für intakte Hecken- und Waldrandstrukturen. Verwechslungen sind mit anderen Kätzchen-Eulen der Gattung Orthosia möglich, etwa der Hecken-Kätzcheneule (Orthosia gothica) oder der Grau-Kätzcheneule (Orthosia incerta), die alle ähnliche Lebensräume und Flugzeiten teilen.