Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa)
Name
Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Falter Spannweite 35–42 mm; Raupenlänge bis ca. 40 mm
Merkmale
Die Raupe der Satellit-Wintereule ist schlank und relativ glatt behaart. Die Grundfärbung variiert von graubraun bis rötlichbraun oder olivgrün, oft mit einer hellen Rückenlinie und dunkleren Seitenstreifen. Der Falter selbst zeigt eine charakteristische rostbraune bis ockerbraune Vorderflügelfärbung mit einem markanten weißen oder gelblichen Nierenmakel, dem zwei kleine weiße Punkte – die sogenannten Satelliten – seitlich angelagert sind. Genau dieses Merkmal gab der Art ihren deutschen Namen. Die Hinterflügel sind einfarbig hellgrau.
Lebensraum
Die Satellit-Wintereule besiedelt ein breites Spektrum an Laubwäldern, Waldrändern, Parks und Heckenlandschaften in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens. Die Raupen leben von Mai bis Juni an verschiedenen Laubhölzern wie Weide, Eiche, Pappel, Ahorn und Linde. Der Falter gehört zu den wenigen heimischen Nachtfaltern, die im Herbst und Winter aktiv sind: Die Flugzeit erstreckt sich von September bis in den März hinein, mit einer Winterpause bei starkem Frost.
Besonderheiten
Die Satellit-Wintereule zählt zu den sogenannten Winterschmetterlingen und ist an milden Winternächten regelmäßig an Lichtquellen zu beobachten. Besonders auffällig ist die omnivore Ernährungsweise der Raupen: Neben pflanzlicher Kost fressen sie auch Raupen anderer Schmetterlinge, kleine Insekten und Larven, was unter heimischen Eulenfalter-Raupen nicht selbstverständlich ist. Die Art überwintert als Falter und kann dabei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt tolerieren. In Mitteleuropa gilt sie als häufig und ungefährdet. Eine Verwechslungsgefahr besteht mit anderen Eupsilia-Arten wie der Buchen-Wintereule (Eupsilia satellitia), die jedoch deutlich seltener ist.