Federfühler-Herbstspanner (Colotois pennaria)
Name
Federfühler-Herbstspanner (Colotois pennaria)
Familie
Geometridae (Spanner)
Körpergröße
Falter Spannweite 35–45 mm; Raupenlänge bis ca. 35 mm
Merkmale
Die Raupe des Federfühler-Herbstspanners ist etwa 35 bis 40 Millimeter lang und schlank gebaut. Sie ist meist grün bis bräunlich gefärbt und besitzt helle Längsstreifen. Auffällig sind kleine Höcker am Körper. Ihre Färbung und Körperform erinnern an einen Zweig und sorgen für eine unauffällige Erscheinung. Der Falter des Federfühler-Herbstspanners zeigt eine ockerbraune bis rötlich-braune Grundfärbung mit charakteristischen Querlinien und einem auffälligen dunklen Mittelfleck auf den Vorderflügeln. Die Hinterflügel sind heller und ebenfalls mit feinen Querbändern gezeichnet. Namensgebend sind die prachtvoll gefiederten Fühler der Männchen, die unter den heimischen Spannern besonders auffällig sind. Die Weibchen besitzen dagegen fadenförmige Fühler.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laubwälder, Waldränder, Hecken-Biotope und strukturreiche Gärten, bevorzugt dort, wo ihre Nahrungspflanzen – darunter Birke (Betula), Kirsche und Pflaume (Prunus), Eiche (Quercus) sowie Pappel (Populus) – in ausreichender Menge vorhanden sind. Die Raupen sind von Mai bis Juli anzutreffen. Die Falter fliegen als typische Herbstart von Oktober bis November und gehören damit zu den letzten Schmetterlingen des Jahres, die noch an warmen Herbstnächten aktiv sind und Lichtquellen anfliegen.
Besonderheiten
Bemerkenswert ist die Überwinterungsstrategie der Art: Die Eier werden im Herbst an den Nahrungspflanzen abgelegt und überstehen den Winter im Ei-Stadium. Erst im Frühjahr schlüpfen die Raupen, die sich dann bis in den Frühsommer entwickeln. Die Falter hingegen sind ausschließlich im Herbst aktiv – ein ungewöhnlicher Lebenszyklus, der nur wenigen heimischen Schmetterlingsarten eigen ist. Verwechslungen sind möglich mit anderen Herbstspannern wie dem Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata), der jedoch etwas später fliegt und deutlich unscheinbarere Fühler besitzt. In der Roten Liste Deutschland gilt die Art derzeit als nicht gefährdet.