Gelbfühler-Dickleibspanner (Apocheima hispidaria)
Name
Gelbfühler-Dickleibspanner (Apocheima hispidaria)
Familie
Geometridae (Spanner)
Körpergröße
Falter Spannweite 28–38 mm; Raupenlänge bis ca. 30 mm
Merkmale
Die Raupe des Gelbfühler-Dickleibspanners ist schmal und langgestreckt, von graugrüner bis graubrauner Grundfärbung mit hellen Längslinien entlang des Rückens und der Körperseiten. Charakteristisch sind feine, unregelmäßige dunkle Wellenlinien, die das Tier optisch an Äste und Rinde anpassen. Der Falter zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus: Das Männchen besitzt auffällig gekämmte, gelblich-braune Fühler, die dem Tier seinen deutschen Namen geben. Die Vorderflügel sind graubraun mit dunklen Querbinden, die Hinterflügel heller. Das Weibchen ist flügellos und unauffällig graubraun gefärbt.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laubwälder, Obstwiesen und Gärten, bevorzugt Standorte mit reichem Baumbewuchs aus Eichen, Weiden, Schlehen und Apfelbäumen. Die Raupen fressen von Mai bis Juli an den Blättern verschiedener Laub- und Obstgehölze, darunter Schlehe (Prunus spinosa), Ohr-Weide (Salix aurita), Kulturapfel (Malus domestica) und Stieleiche (Quercus robur). Der Falter selbst fliegt deutlich früher im Jahr: Die Flugzeit liegt von Januar bis März, womit er zu den frühesten Schmetterlingen des Jahres zählt.
Besonderheiten
Der Gelbfühler-Dickleibspanner gehört zur Gruppe der Winterspanner, deren Imagines bereits in den ersten Wochen des Jahres aktiv sind, oft bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Das flugunfähige Weibchen klettert nach dem Schlüpfen die Baumstämme hinauf, um sich dort zu paaren. Die Raupen sind als Blattfresser zwar polyphag, verursachen aber in der Regel keine wirtschaftlich bedeutenden Schäden. Verwechslungen sind mit anderen früh fliegenden Spannerarten wie dem Kleinen Frostspanner (Operophtera brumata) möglich. In der Roten Liste gilt die Art in Deutschland als nicht gefährdet.