Roseneule (Thyatira batis)
Name
Roseneule (Thyatira batis)
Familie
Thyatiridae (Haarbüschelspinner)
Körpergröße
Falter Spannweite 32–38 mm; Raupenlänge bis zu 35 mm
Merkmale
Die Raupe der Roseneule ist rotbraun bis violettbraun gefärbt. Ihr Aussehen ist durch eine dunkle Rückenlinie sowie unverwechselbare, doppelspitzige Höcker auf dem zweiten, den mittleren und dem elften Körpersegment gekennzeichnet. Jüngere Raupenstadien zeigen zudem eine graubraune Grundfärbung mit einem charakteristischen weißen Rückenfleck. Die Roseneule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Spannweite von etwa 30 bis 36 mm. Die Vorderflügel sind dunkelbraun bis graubraun und tragen auffällige, rosafarbene bis weißliche Flecken, die dem Tier seinen Namen verleihen. Diese hellen Flecken sind charakteristisch und machen die Art unter mitteleuropäischen Nachtfaltern nahezu unverwechselbar. Die Hinterflügel sind unauffällig graubraun.
Lebensraum
Die Roseneule besiedelt Laubwälder, Waldränder, Gebüsche, Hecken und Gärten, überall dort, wo ihre Futterpflanzen – vor allem Brombeere, Himbeere und Johannisbeere – wachsen. Die Art ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Die Falter fliegen in einer bis zwei Generationen von Mai bis August, gelegentlich bis September. Die Raupen sind von Juli bis September anzutreffen und halten sich tagsüber reglos an ihren Futterpflanzen oder in der umgebenden Vegetation auf.
Besonderheiten
Sowohl die adulten Falter als auch die Raupen sind streng nachtaktiv. Tagsüber verharren die Raupen bewegungslos auf ihrer Futterpflanze und sind dank ihrer Tarnfärbung kaum zu entdecken. Die Falter werden nachts von Lichtquellen angelockt, was ihre Beobachtung an Lichtfallen oder beleuchteten Fenstern ermöglicht. Die Verpuppung erfolgt in einem festen Gespinst zwischen Blättern oder in der Bodenstreu. Natürliche Feinde sind Fledermäuse, Spinnen und parasitoide Insekten. Die Art gilt in Mitteleuropa als ungefährdet und ist aufgrund der weiten Verbreitung ihrer Wirtspflanzen häufig anzutreffen.