Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)

Die Raupen vom Großen Kohlweißling findet man an Kreuzblütler-Gewächsen

Name

Großer Kohlweißling (Pieris brassicae)

Familie

Weißlinge (Pieridae)

Körpergröße

Falter Spannweite 50–65 mm; Raupenlänge bis ca. 45 mm

Merkmale

Die Raupe des Großen Kohlweißlings ist unverwechselbar gestaltet: Der Körper ist gelblich-grün bis graugrün gefärbt und dicht mit schwarzen Punkten sowie feinen hellen Haaren bedeckt. Entlang des Rückens und der Flanken verlaufen charakteristische gelbe Längsstreifen. Der Falter selbst zeigt eine weiße Grundfärbung mit schwarzen Flecken an den Flügelspitzen; Weibchen tragen zusätzlich zwei markante schwarze Punkte auf den Vorderflügeln, Männchen nur einen oder gar keinen. Die Unterseite der Hinterflügel ist gelblich getönt.

Lebensraum

Die Raupen leben bevorzugt auf Kreuzblütlern wie Kohl, Raps, Kapuzinerkresse oder Knoblauchsrauke – sowohl im Garten als auch auf Feldern, Brachen, Wegrändern und in lichten Wäldern. Der Falter ist in ganz Europa weit verbreitet und besiedelt nahezu jeden offenen Lebensraum. Die Raupen sind von Juni bis Oktober anzutreffen, der Falter selbst fliegt in zwei bis drei Generationen von April bis Oktober.

Besonderheiten

Junge Raupen leben gesellig in Gruppen und fressen gemeinsam an den Blättern ihrer Futterpflanzen – ein typisches Verhalten, das mit zunehmendem Alter nachlässt: Ältere Raupen verteilen sich einzeln in der Vegetation. Als Nahrungskonkurrent auf Kohlfeldern gilt die Art mancherorts als Schädling. Natürliche Feinde sind Schlupfwespen der Gattung Apanteles, die ihre Eier in die Raupen legen. Die verpuppten Wespenlarven sind oft als auffällige gelbe Kokons neben der Raupe zu finden. Zu verwechseln ist die Art mit dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae), dessen Falter jedoch deutlich kleiner ist und dessen Raupen einfarbig grün ohne schwarze Fleckung erscheinen.