Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata)

Die Raupen vom Goldruten-Blütenspanner findet man in verschiedenen Lebensräumen

Name

Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia virgaureata)

Familie

Spanner (Geometridae)

Körpergröße

Falter Spannweite ca. 18–22 mm; Raupenlänge 15–20 mm

Merkmale

Die Raupe des Goldruten-Blütenspanners ist schlank und farblich sehr variabel, meist bräunlich, purpurn oder grünlich gefärbt. Sie besitzt auf dem Rücken eine Reihe markanter, dunkelbrauner oder rötlicher V-förmiger Flecken (Winkelzeichnungen), die nach hinten zeigen. Ihr Körper ist leicht rau und uneben. Durch ihre Färbung und das Muster ist sie perfekt an das Aussehen von Blütenständen und vertrockneten Pflanzenteilen angepasst. Der Goldruten-Blütenspanner ist ein kleiner Spanner mit graubrauner Grundfärbung und feinen dunklen Querlinien auf den Vorderflügeln. Ein winziger, aber meist deutlicher dunkler Mittelfleck auf den Vorderflügeln ist typisch für die Gattung Eupithecia. Die Hinterflügel sind heller als die Vorderflügel und zeigen ebenfalls feine Bänderung.

Lebensraum

Die Art besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Waldränder, Lichtungen, Hochstaudenfluren, Heiden und Brachen – überall dort, wo ihre vielfältigen Futterpflanzen vorkommen. Man findet sie von der Tiefebene bis in mittlere Berglagen. Als zweibrütige Art erscheinen die Falter in zwei Generationen: Die erste Generation fliegt von Mai bis Juni, die zweite von Juli bis September. Die nachtaktiven Falter kommen regelmäßig ans Licht.

Besonderheiten

Besonders bemerkenswert ist die unterschiedliche Nutzung der Futterpflanzen durch die beiden Generationen: Die Raupen der ersten Generation leben vor allem an Gehölzen wie Schlehe und Weißdorn, während die Raupen der zweiten Generation vor allem Blüten von Goldrute, Greiskraut und Heidekraut nutzen. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden beziehungsweise zwischen Pflanzenresten. Innerhalb der artenreichen Gattung Eupithecia besteht erhebliches Verwechslungspotenzial mit ähnlichen Blütenspannern; eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung der Flügelzeichnung oder eine genitalmorphologische Untersuchung. In Deutschland gilt die Art als weit verbreitet und nicht gefährdet.