C-Falter (Polygonia c-album)
Name
C-Falter (Polygonia c-album)
Familie
Nymphalidae (Edelfalter)
Körpergröße
Spannweite 44–52 mm; Raupenlänge 30–35 mm
Merkmale
Die Raupe des C-Falters ist etwa 35 Millimeter lang. Sie ist gelblich-grün bis braun gefärbt und besitzt helle Längsstreifen. Ihr Körper ist mit auffälligen, verzweigten Dornen bedeckt. Der Kopf ist dunkel gefärbt, während die Körpersegmente deutlich voneinander abgegrenzt sind. Der C-Falter ist ein mittelgroßer Tagfalter mit auffällig ausgezackten, unregelmäßig gezähnten Flügelrändern, die an ein zerknittertes Blatt erinnern. Die Flügeloberseiten der Falter leuchten in warmem Orange mit dunklen Flecken und breiten braunen Randbändern. Die Unterseiten sind dunkelbraun gemustert und ahmen ein totes Blatt täuschend echt nach. Namensgebend ist ein kleines, weißes C-förmiges Zeichen auf der Unterseite der Hinterflügel, das als Erkennungsmerkmal gilt.
Lebensraum
Der C-Falter bewohnt lichte Laub- und Mischwälder, Waldränder, Hecken, Gärten sowie Flussufer und Auwälder – überall dort, wo seine Futterpflanzen gedeihen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Erwachsene Falter fliegen in zwei bis drei Generationen von März bis Oktober, wobei überwinterte Tiere bereits im frühen Frühjahr aktiv sind. Die Raupen sind von Mai bis August zu finden und halten sich tagsüber bevorzugt an den Blattunterseiten ihrer Futterpflanzen auf.
Besonderheiten
Der C-Falter überwintert als erwachsener Falter in Baumhöhlen, unter Rinde oder in dichtem Laub – eine Seltenheit unter heimischen Tagfaltern. Die Weibchen legen bis zu 250 Eier einzeln an Futterpflanzen wie Brennnessel, Hasel, Weide und Ulme. Bemerkenswert ist der ausgeprägte Saisondimorphismus: Sommerfalter der sogenannten Form hutchinsoni sind heller und gehen sofort in die nächste Generationsfolge, während dunklere Herbstfalter direkt in die Überwinterung übergehen. Die Tarnwirkung der Flügelunterseite schützt ruhende Tiere sehr wirkungsvoll vor Fressfeinden.