Brauner Bär (Arctia caja)

Arctia caja Raupenstadium L2

Name

Brauner Bär (Arctia caja)

Familie

Bärenspinner (Erebidae)

Körpergröße

Spannweite 45–65 mm; Raupen bis ca. 60 mm Länge

Merkmale

Die ausgewachsene Raupe des Braunen Bären ist eines der auffälligsten Raupenbilder Mitteleuropas: Der Körper ist dicht mit langen, rotbraunen bis schwarzen Haarbüscheln bedeckt, die ihr den volkstümlichen Namen Wolbär oder Igel eingebracht haben. Jüngere Raupenstadien wie das abgebildete L2 sind noch kleiner und zeigen die charakteristische Behaarung in abgeschwächter Form. Der Falter selbst trägt auf den Vorderflügeln ein markantes braun-weißes Schachbrettmuster, während die Hinterflügel leuchtend orange-rot mit schwarzen Flecken gefärbt sind. Der Hinterleib ist ebenfalls orangerot mit schwarzen Punktreihen.

Lebensraum

Der Braune Bär besiedelt lichte Wälder, Wegränder, Lichtungen, Hecken und strukturreiche Offenlandschaften. Die Kräutern und Laubbäumen zugewandte Lebensweise der Raupen macht die Art sehr anpassungsfähig. Die Falter fliegen in einer Generation von Juni bis August, in wärmeren Lagen gelegentlich bis September. Raupen überwintern halberwachsen und sind im Frühjahr häufig auf Wanderschaft zu beobachten.

Besonderheiten

Arctia caja gilt als ausgesprochener Polyphage: Die Raupen fressen an Brombeere, Weide, Ampfer, Brennnessel, Eiche und zahlreichen weiteren Pflanzen, was die Art sehr robust gegenüber Lebensraumveränderungen macht. Die Haare der Raupen können bei empfindlichen Menschen Hautreizungen verursachen und dienen gleichzeitig als Fraßschutz vor Vögeln. Der Falter ist nachtaktiv und wird häufig vom Licht angelockt. Bei Bedrohung zeigt er seine leuchtenden Hinterflügel als Warnsignal. Trotz seiner Häufigkeit ist der Braune Bär in manchen Regionen durch den Rückgang blütenreicher Säume und den Einsatz von Pestiziden unter Druck geraten.