Bräunlichgelbe Grasbüscheleule (Apamea scolopacina)

Apamea scolopacina findet man an Waldrändern, auf Lichtungen oder in Auwäldern

Name

Bräunlichgelbe Grasbüscheleule (Apamea scolopacina)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 32–40 mm; Raupenlänge 30–35 mm

Merkmale

Die Raupe von Apamea scolopacina ist schlank und überwiegend gelblich-grünlich bis rötlichbraun gefärbt. Sie besitzt einen hellen Rückenstreifen und mehrere feine, dunkle Längslinien. Der Körper ist glatt und leicht glänzend. Der Kopf ist gelblichbraun und zeigt dunkle Zeichnungen. Die Bräunlichgelbe Grasbüscheleule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Vorderflügelspannweite von etwa 32 bis 40 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristisch bräunlichgelbe bis ockerbraune Grundfärbung mit fein gezeichneter, dunklerer Makelzeichnung, wie sie für viele Apamea-Arten typisch ist. Ring- und Nierenmakel sind erkennbar, aber oft wenig kontrastreich abgesetzt. Die Hinterflügel sind heller, grauweißlich mit schwacher Aderzeichnung.

Lebensraum

Die Bräunlichgelbe Grasbüscheleule besiedelt feuchte bis halbschattige Lebensräume mit hoher Luftfeuchtigkeit, darunter Waldränder, Lichtungen und Auwälder. Entscheidend ist das Vorhandensein geeigneter Futterpflanzen aus der Familie der Süßgräser und Sauergräser, insbesondere Carex (Seggen), Poa (Rispengräser) und Dactylis (Knäuelgras). Die Raupen leben ab September und nach der Überwinterung bis zum Frühjahr an Gräsern und Binsengewächsen, wobei sie sich überwiegend verborgen aufhalten. Die Falter erscheinen in einer Generation von Juni bis August und sind nachtaktiv. Sie werden häufig an künstlichen Lichtquellen beobachtet.

Besonderheiten

Apamea scolopacina gehört zur artenreichen Gattung Apamea, deren Vertreter sich äußerlich stark ähneln und eine sorgfältige Bestimmung erfordern. Verwechslungen sind vor allem mit nahe verwandten Arten wie Apamea unanimis oder Apamea remissa möglich, weshalb für eine sichere Determination oft die Genitaluntersuchung notwendig ist. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, gilt jedoch aufgrund der Abhängigkeit von feuchten, strukturreichen Lebensräumen als empfindlich gegenüber Lebensraumveränderungen wie Entwässerung und Intensivierung der Forstwirtschaft. Als Raupe überwintert die Art in der Regel in bodennah liegenden Graswurzeln oder Bodenstreu.