Ahorneule (Acronicta aceris)

Die Raupen der Ahorneule findet man in lichten Wäldern oder im Siedlungsbereich

Name

Ahorneule (Acronicta aceris)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Falter Spannweite 36–42 mm; Raupenlänge bis ca. 45 mm

Merkmale

Die Raupe der Ahorneule hat ein sehr auffälliges Erscheinungsbild. Sie ist dicht mit langen, orangegelben bis rostfarbenen Haarbüscheln bedeckt, die ihr ein pelziges Aussehen verleihen. Entlang des Rückens zieht sich eine Reihe schwarzweißer Flecken, die einen deutlichen Kontrast zu den hellen Haaren bildet. Der Falter selbst ist deutlich unscheinbarer: Die Vorderflügel zeigen ein grauweißes Muster mit charakteristischen dunklen Querlinien und Nierenmakel, typisch für viele Eulenfalter.

Lebensraum

Die Raupen leben von Juli bis September in lichten Laubwäldern, Parkanlagen und im Siedlungsbereich – überall dort, wo geeignete Laubbäume als Nahrungspflanze vorhanden sind. Die Art ist polyphag, das heißt, die Raupen fressen an verschiedenen Laubbaumarten, darunter Bergahorn, Pappel, Eiche und Weide. Der Falter selbst fliegt von Mai bis Juli und ist nachtaktiv. Er wird häufig durch Lichtquellen angelockt. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Mittelasiens verbreitet und in geeigneten Lebensräumen nicht selten.

Besonderheiten

Die Überwinterung erfolgt im Puppenstadium, meist in einem festen Kokon im Boden oder unter Rinde. Die auffällige Behaarung der Raupe dient vermutlich als Schutz vor Fressfeinden, insbesondere vor Vögeln, die behaarte Raupen häufig meiden. Trotz ihrer markanten Erscheinung ist die Ahorneule in ihrem Bestand derzeit nicht gefährdet. Verwechslungen bei der Raupe sind möglich mit anderen behaarten Acronicta-Arten, etwa der Pappeleule (Acronicta megacephala), die jedoch weniger leuchtend gefärbte Haarbüschel aufweist.