Große Wachsmotte (Galleria mellonella)
Name
Große Wachsmotte (Galleria mellonella)
Familie
Pyralidae (Zünsler)
Körpergröße
Flügelspannweite 30–40 mm
Merkmale
Die Große Wachsmotte ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 30 bis 40 mm. Die Vorderflügel zeigen eine graubraune bis ockerfarbene Grundfärbung mit unregelmäßigen, dunkleren Wellenlinien und Flecken, was der Tarnung auf Holz- und Wachsoberflächen dient. Die Hinterflügel sind heller und einfarbiger. Der Körper ist gedrungen und dicht beschuppt. Männchen und Weibchen unterscheiden sich leicht in der Körpergröße, wobei Weibchen tendenziell größer sind. Die Raupen sind cremefarben bis weißlich mit einem bräunlichen Kopf und werden bis zu 28 mm lang.
Lebensraum
Die Große Wachsmotte lebt in enger Bindung an Bienenvölker und kommt überall dort vor, wo Honigbienen gehalten werden oder wild leben – in Bienenstöcken, Bienenkästen und alten Wabennistplätzen. Die Art ist weltweit verbreitet und in gemäßigten wie auch wärmeren Klimazonen anzutreffen. Die Imagines fliegen von Mai bis Oktober, bevorzugt in der Dämmerung und nachts. Es werden mehrere Generationen pro Jahr ausgebildet, wobei die Entwicklungsgeschwindigkeit stark von der Umgebungstemperatur abhängt.
Besonderheiten
Die Raupen der Großen Wachsmotte fressen Bienenwachs, Pollenreste und Kotspuren der Bienenbrut und können bei Massenbefall ganze Bienenvölker erheblich schädigen. Besondere wissenschaftliche Aufmerksamkeit erhielt die Art, da ihre Raupen in der Lage sind, Polyethylen abzubauen – ein Kunststoff, der sonst als schwer abbaubar gilt. Zudem werden die Larven in der Forschung als Modellorganismus für mikrobiologische und immunologische Studien eingesetzt. Eine häufige Verwechslungsart ist die Kleine Wachsmotte (Achroia grisella), die jedoch deutlich kleiner und gleichmäßiger graugelb gefärbt ist. Zur Bekämpfung im Imkereibetrieb werden Kältebehandlung, Essigsäuredampf oder der Einsatz des Bakteriums Bacillus thuringiensis eingesetzt.