Föhrengast (Chlorochroa pinicola)
Name
Föhrengast (Chlorochroa pinicola)
Familie
Pentatomidae (Baumwanzen)
Körpergröße
11–14 mm Körperlänge
Merkmale
Der Föhrengast ist eine mittelgroße Baumwanze mit einer Körperlänge von 11 bis 14 mm. Die Grundfärbung ist überwiegend grün, oft mit einem leichten Glanz, was der Art eine gute Tarnung im Nadelwald verleiht. Der Körperbau ist typisch schildförmig, wie bei Baumwanzen üblich, mit einem breiten Schildchen (Scutellum), das einen großen Teil des Hinterleibs bedeckt. Die Körperränder zeigen häufig eine helle, gelbliche bis weißliche Säumung. Die Fühler sind mäßig lang und weisen eine dunkle Färbung auf. Insgesamt erinnert das Erscheinungsbild stark an verwandte grüne Baumwanzenarten, weshalb eine genaue Bestimmung im Gelände Aufmerksamkeit erfordert.
Lebensraum
Der Föhrengast besiedelt bevorzugt Nadelwälder, insbesondere Kiefernwälder mit Beständen der Schwarzkiefer (Pinus nigra) und der Waldkiefer (Pinus sylvestris). Seltener wird die Art auch an Fichten (Picea) angetroffen. Die Tiere sind von April bis September aktiv und damit über einen verhältnismäßig langen Zeitraum im Jahr zu beobachten. Sie halten sich meist in der Nähe ihrer Wirtspflanzen auf, wo sie an Nadeln, Zweigen und Zapfen saugen. Trockene, besonnte Kiefernwälder und Waldränder mit entsprechendem Baumbestand gelten als bevorzugte Habitate.
Besonderheiten
Der Föhrengast bildet nur eine Generation pro Jahr. Die Überwinterung erfolgt im Adultstadium (als Imago), was bei Baumwanzen nicht ungewöhnlich ist und eine frühe Aktivität im Frühjahr ermöglicht. Als Sauger an Nadelgehölzen kann die Art bei starkem Befall lokalen Schaden an Kiefernbeständen verursachen, gilt jedoch nicht als bedeutender Forstschädling. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der häufigeren Grünen Stinkwanze (Palomena prasina) sowie mit Chlorochroa juniperina, die bevorzugt an Wacholder lebt. Eine sichere Artbestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung von Körperdetails wie Punktierung und Randzeichnung. Der deutsche Name Föhrengast verweist direkt auf die enge Bindung an die Föhre, also die Kiefer, als Hauptwirtspflanze.