Sechslinien-Bodeneule (Xestia sexstrigata)

Sechslinien-Bodeneule Xestia sexstrigata

Name

Sechslinien-Bodeneule (Xestia sexstrigata)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Spannweite 36–38 mm

Merkmale

Die Sechslinien-Bodeneule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 36 bis 38 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristisch braun-gelbliche bis rotbraune Grundfärbung, die namensgebenden hellen Querlinien strukturieren die Flügelfläche markant. Die Nierenmakel und Ringmakel sind deutlich erkennbar, die Hinterflügel fallen heller und einfarbiger aus. Der Körper ist kräftig und dicht beschuppt, wie für Eulenfalter typisch.

Lebensraum

Die Art besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume: Feuchtwiesen, Flachmoore sowie Ufer- und Verlandungsbereiche von Gewässern zählen zu ihren bevorzugten Habitaten. Diese Bindung an Feuchtbiotope macht sie zu einem Indikator für intakte Nasslebensräume. Die Raupen leben in Bodennähe und ernähren sich bevorzugt von Gräsern aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), darunter insbesondere Quecken-Arten. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis August.

Besonderheiten

Die Sechslinien-Bodeneule ist auch unter dem Namen Gelbbraune Quecken-Erdeule bekannt, was sowohl auf ihre Färbung als auch auf die bevorzugte Raupennahrung hinweist. Wie viele Feuchtgebietsarten ist sie durch den Verlust und die Entwässerung von Mooren und Nasswiesen gefährdet. Die nachtaktiven Falter fliegen Lichtquellen an und sind so gelegentlich nachweisbar. Die bodennah lebenden Raupen überwintern und setzen ihre Entwicklung im Frühjahr fort, bevor sie sich verpuppen. Verwechslungen sind mit anderen Xestia-Arten möglich, eine genaue Bestimmung erfordert oft den Blick auf die charakteristischen Querlinienmerkmale der Vorderflügel.