Schmalflügelige Erdeule (Agrotis puta)

Agrotis puta Männchen

Name

Schmalflügelige Erdeule (Agrotis puta)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Flügelspannweite 28–32 mm

Merkmale

Die Schmalflügelige Erdeule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 28 bis 32 mm. Die Vorderflügel sind, wie der deutsche Name andeutet, vergleichsweise schmal und gestreckt. Beim Männchen sind die Vorderflügel graubraun bis ockerbraun gefärbt, mit einer charakteristischen Nierenmakel und Ringmakel sowie dunklen Querlinien und einem deutlichen Mittelfeld. Die Hinterflügel des Männchens sind heller, fast weißlich, während die Weibchen insgesamt dunklere Vorder- und Hinterflügel sowie eine kontrastreichere Zeichnung aufweisen. Die Fühler des Männchens sind gekämmt (bzw. deutlich gezähnt), was ein weiteres sicheres Erkennungsmerkmal darstellt.

Lebensraum

Die Schmalflügelige Erdeule bevorzugt trockene, sandige und vegetationsarme Lebensräume. Typische Habitate sind Ruderalflächen, Sandgruben, Magerrasen sowie Siedlungsbereiche mit offenen Bodenstellen. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und kommt vor allem in tieferen Lagen häufig vor. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Oktober, wobei unter günstigen Bedingungen bis zu drei Generationen pro Jahr aufeinander folgen können. Die Falter sind nachtaktiv und werden häufig an Lichtquellen beobachtet.

Besonderheiten

Die Raupen der Schmalflügeligen Erdeule leben bodennah und ernähren sich von niedrig wachsenden Pflanzen sowie Wurzeln verschiedener Kräuter. Die Überwinterung erfolgt als Raupe im Boden. Die Mehrjähigkeit des Fluges und die Fähigkeit zur Ausbildung mehrerer Generationen machen die Art zu einem anpassungsfähigen Besiedler gestörter Flächen. Eine mögliche Verwechslungsart ist die nahverwandte Agrotis exclamationis, die jedoch größer ist und ein markantes dunkles Ausrufezeichen-Zeichen auf den Vorderflügeln trägt. Die Art gilt in Deutschland als nicht gefährdet.