Hellrandige Erdeule (Ochropleura plecta)

Hellrandige Erdeule Ochropleura plecta

Name

Hellrandige Erdeule (Ochropleura plecta)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Spannweite 25–30 mm

Merkmale

Die Hellrandige Erdeule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristische violettbraune bis rotbraune Grundfärbung, die dem Tier seinen alternativen deutschen Namen Violettbraune Erdeule eingebracht hat. Auffällig ist der helle, cremefarbene bis weißliche Vorderrand (Costa) der Vorderflügel, der namensgebend für die Art ist und sie von ähnlichen Erdeulen unterscheidet. Die Hinterflügel sind auffallend hell, fast rein weiß. Die Fühler sind bei Männchen und Weibchen fadenförmig. Die Raupe ist graubraun gefärbt und zeigt typische Merkmale der Bodenbewohner unter den Eulenraupen.

Lebensraum

Ochropleura plecta besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen und gilt als ausgesprochen anpassungsfähige Art. Sie ist an Waldrändern, in Wiesen-Biotopen, auf Ruderalflächen sowie in Gärten und Parks anzutreffen. Die Art bevorzugt strukturreiche Übergangsbereiche mit einem vielfältigen Kräuterangebot. Als Nahrungspflanzen der Raupen dienen unter anderem Ampfer (Rumex), Wegerich (Plantago) und Labkraut (Galium), aber auch weitere krautige Pflanzen werden angenommen. Die Imagines fliegen von Mai bis September und sind nachtaktiv, wobei sie regelmäßig an künstlichen Lichtquellen beobachtet werden können.

Besonderheiten

Die Hellrandige Erdeule bildet zwei Generationen pro Jahr, was ihre lange Flugzeit von Mai bis September erklärt. Die Art ist in weiten Teilen Europas sowie in Teilen Asiens verbreitet und gilt als häufig und ungefährdet. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume und der breiten Nahrungspalette der Raupen zählt sie zu den wenig spezialisierten Eulenfaltern. Adulte Tiere werden häufig durch Lichtfallen nachgewiesen und sind ein klassischer Beifang bei Nachtleuchtaktionen. Eine mögliche Verwechslungsart ist die ähnlich gefärbte Agrotis ipsilon, von der sich Ochropleura plecta jedoch durch den charakteristischen hellen Flügelrand gut unterscheiden lässt.