Janthina-Bandeule (Noctua janthina)

Janthina-Bandeule Noctua janthina

Name

Janthina-Bandeule (Noctua janthina)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Spannweite 36–44 mm

Merkmale

Die Janthina-Bandeule zeigt die typische Grundfärbung der Bandeulengattung Noctua: Die Vorderflügel sind graubraun bis rotbraun gefärbt und weisen ein charakteristisches Muster mit Nieren- und Ringmakel sowie einer deutlichen Wellenlinie auf. Die Hinterflügel sind bei dieser Art auffällig dunkel, überwiegend schwarzbraun, mit einem helleren gelben Bereich. Dieses Merkmal ist wichtig, unterscheidet die Art aber noch nicht sicher von der sehr ähnlichen Janthe-Bandeule (Noctua janthe). Für die Bestimmung sind insbesondere die Zeichnung der Hinterflügeloberseite und die Unterseite der Vorderflügel hilfreich. Da die äußeren Merkmale variabel sein können, ist in Zweifelsfällen eine genitalanalytische Untersuchung erforderlich.

Lebensraum

Die Janthina-Bandeule besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Hecken-Biotope und Lichtungen. Sie bevorzugt damit halboffene Landschaften mit einem guten Angebot an krautigen Pflanzen und Sträuchern. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet und gilt als mäßig häufig. Die Flugzeit der Falter erstreckt sich von Juni bis September, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juli und August. Als nachtaktiver Falter besucht die Imago Lichtquellen und blütenreiche Pflanzen zur Nektaraufnahme.

Besonderheiten

Die Raupen der Janthina-Bandeule leben polyphag, das heißt, sie ernähren sich von einer Vielzahl krautiger Pflanzen und Sträucher, darunter Wegerich, Ampfer und verschiedene Gehölze. Dies macht die Art vergleichsweise anpassungsfähig. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Eine besondere Herausforderung stellt die Verwechslungsgefahr mit der Janthe-Bandeule (Noctua janthe) dar, die der Janthina-Bandeule äußerlich sehr ähnelt. Im Freiland ist eine sichere Trennung kaum möglich – erst die Untersuchung der Flügelunterseiten erlaubt eine zuverlässige Artbestimmung, weshalb für Belege oft eine genaue Präparation notwendig ist.