Zahneule (Hada plebeja)
Name
Zahneule (Hada plebeja)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 28–34 mm
Merkmale
Die Zahneule gehört zu den charakteristisch gezeichneten Eulenfaltern und ist im Vergleich zu vielen Verwandten relativ leicht zu bestimmen. Die Vorderflügel zeigen ein kontrastreiches Muster aus grau-bräunlichen und weißlichen Tönen mit deutlichen Querlinien, einem auffälligen Nierenmakel sowie einem markanten weißen Fleck nahe der Flügelspitze. Die Hinterflügel sind heller, meist grau-weißlich mit schwacher Adernzeichnung. Die Fühler sind fadenförmig. Männchen und Weibchen ähneln sich stark in ihrer Zeichnung.
Lebensraum
Die Zahneule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Laubwälder, Waldränder, Lichtungen, Wiesen-Biotope sowie Siedlungsgebiete mit entsprechender Vegetation. Die Art ist eurytop und damit wenig spezialisiert. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli, gelegentlich kann später im Jahr eine unvollständige zweite Generation auftreten. Die Falter sind nachtaktiv und kommen regelmäßig ans Licht.
Besonderheiten
Die Raupen der Zahneule ernähren sich polyphag, also von verschiedenen Pflanzenarten, darunter Habichtskräuter (Hieracium), Vogelmiere (Stellaria) und Leimkräuter (Silene). Diese Nahrungsbreite ist ein Grund für die weite Verbreitung der Art. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde Hada plebeja mit der Gefährdungskategorie RL3 (gefährdet) eingestuft, was auf Rückgänge in Teilen ihres Verbreitungsgebietes hindeutet. Aktuellere Bewertungen können davon abweichen. Die Art ist in Mitteleuropa insgesamt noch verbreitet und kommt von der Tiefebene bis in montane Lagen vor.