Liguster-Rindeneule (Craniophora ligustri)
Name
Liguster-Rindeneule (Craniophora ligustri)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 36–41 mm
Merkmale
Die Liguster-Rindeneule gehört zu den mittelgroßen Eulenfaltern und erreicht eine Flügelspannweite von 36 bis 41 mm. Besonders auffällig ist die ausgeprägte Variabilität in der Färbung der Vorderflügel, die von hellgrau über grünlichgrau bis hin zu dunkelgrau oder bräunlich reichen kann. Typisch für die Art sind die charakteristischen hellen und dunklen Querbinden sowie die markanten Nierenmakel und Ringmakel, die bei Eulenfaltern als Erkennungsmerkmal dienen. Die Hinterflügel sind deutlich heller, meist weißlich-grau mit dunkler Randbinde. Die Fühler sind fadenförmig, der Körperbau ist kräftig und gedrungen, wie es für Noctuiden typisch ist.
Lebensraum
Die Art besiedelt eine breite Palette an Lebensräumen und ist überall dort anzutreffen, wo ihre Raupenfutterpflanzen vorkommen. Bevorzugte Biotope sind strukturreiche Heckenlandschaften, Mischwälder mit Unterwuchs, Parkanlagen sowie Siedlungsbereiche mit Zierpflanzungen. Da Liguster häufig als Heckenpflanze genutzt wird, ist die Art auch in Gärten und an Straßenrändern keine Seltenheit. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis September, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden. Die erste Generation fliegt meist von Mai bis Juli, die zweite von Juli bis September.
Besonderheiten
Die Raupen der Liguster-Rindeneule ernähren sich ausschließlich von Pflanzen der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Bevorzugt werden dabei Liguster (Ligustrum vulgare) und Esche (Fraxinus excelsior), gelegentlich werden auch Flieder (Syringa) oder Ölweide angenommen. Die erwachsenen Raupen sind auffällig grün gefärbt mit weißlichen Seitenstreifen und gut getarnt auf ihren Futterpflanzen. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt derzeit nicht als gefährdet. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen kleineren Eulenfaltern der Gattung Acronicta möglich, von denen sich Craniophora ligustri jedoch durch die charakteristische Flügelzeichnung und die spezifische Bindung an Oleaceae-Pflanzen gut unterscheiden lässt.