Woll-Rindeneule (Acronicta leporina)
Name
Woll-Rindeneule (Acronicta leporina)
Familie
Eulenfalter (Noctuidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 38–43 mm
Merkmale
Die Woll-Rindeneule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 38 bis 43 mm. Die Vorderflügel sind weißlich bis hellgrau gefärbt und zeigen ein feines, dunkles Adernmuster sowie charakteristische schwarze Strichzeichnungen, die der Art ein zart gemustertes Aussehen verleihen. Die Hinterflügel sind heller, fast reinweiß. Männchen wirken insgesamt etwas kontrastreicher als Weibchen. Die Raupe ist besonders auffällig: Sie ist dicht mit langen, weißen bis gelblichen Haarbüscheln bedeckt, was ihr ein watteartiges, flauschiges Erscheinungsbild verleiht – namensgebend für den Volksnahmen Pudel. Diese Haare können bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen. Die Raupen sitzen bevorzugt auf den Blattunterseiten ihrer Nahrungspflanzen.
Lebensraum
Die Woll-Rindeneule besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie kommt in Moor- und Heidebiotopen ebenso vor wie in Laub- und Mischwäldern sowie im Siedlungsgebiet, sofern geeignete Nahrungsbäume vorhanden sind. Als Nahrungspflanzen der Raupen dienen verschiedene Laubbäume, darunter Birke, Esche, Weide und Espe. Die Art ist in weiten Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Mai bis September, wobei je nach Region und Witterung eine oder zwei Generationen pro Jahr auftreten können.
Besonderheiten
In Deutschland ist Acronicta leporina volkstümlich auch als Pudel bekannt – ein Name, der auf die auffällig zottige Behaarung der Raupe anspielt. Die Art gilt in Deutschland derzeit nicht als gefährdet und ist im geeigneten Habitat verbreitet anzutreffen. Als nachtaktiver Falter wird sie häufig durch künstliche Lichtquellen angelockt. Verwechslungen sind vor allem mit anderen Vertretern der Gattung Acronicta möglich, etwa der Pappel-Rindeneule (Acronicta megacephala), die ebenfalls ähnlich gemusterte Vorderflügel aufweist. Eine genaue Bestimmung erfordert daher oft die Betrachtung der Flügelzeichnung im Detail.