Dunkle Waldschatteneule (Rusina ferruginea)

Dunkle Waldschatteneule Rusina ferruginea

Name

Dunkle Waldschatteneule (Rusina ferruginea)

Familie

Eulenfalter (Noctuidae)

Körpergröße

Spannweite 32–40 mm

Merkmale

Die Dunkle Waldschatteneule ist ein mittelgroßer Eulenfalter mit einer Spannweite von 32 bis 40 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristisch dunkelbraune bis rotbraune Grundfärbung, die von unregelmäßigen, dunkleren Querlinien und Makelzeichnungen durchzogen wird. Ring- und Nierenmakel sind erkennbar, aber oft wenig kontrastreich abgesetzt. Die Hinterflügel sind einheitlich graubraun gefärbt und deutlich heller als die Vorderflügel. Der Körper ist kräftig und dicht beschuppt, wie für Eulenfalter typisch. Männchen und Weibchen ähneln sich, wobei die Flügelzeichnung individuell variieren kann.

Lebensraum

Die Dunkle Waldschatteneule bewohnt bevorzugt Waldränder, lichte Laubwälder und Lichtungen, ist aber auch in Moorbiotopen, Feuchtgebieten und im Siedlungsbereich anzutreffen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Imagines fliegen von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt im Juni und Juli. Sie sind nachtaktiv und kommen ans Licht. Die Raupen leben polyphag und ernähren sich von einer Vielzahl niederer Pflanzen, darunter Ampfer, Nelkenwurz, Löwenzahn und Himbeere. Die Überwinterung erfolgt als Raupe im Boden.

Besonderheiten

Die Raupen der Dunklen Waldschatteneule sind nachtaktiv und halten sich tagsüber im Boden oder unter Pflanzenmaterial verborgen. Ihre ausgeprägte Polyphagie macht die Art anpassungsfähig und in verschiedensten Lebensräumen überlebensfähig. Verwechslungen sind vor allem mit anderen dunkelbraun gefärbten Noctuiden möglich, etwa aus der Gattung Apamea. Die Art gilt derzeit in Deutschland als nicht gefährdet und ist im geeigneten Habitat regelmäßig nachweisbar. Das beschriebene Exemplar wurde im Juli 2019 am Wunstorfer Moor in der Region Hannover dokumentiert, einem typischen Moor-Biotop, das der Art gute Bedingungen bietet.