Hellbraune Staubeule (Hoplodrina ambigua)
Name
Hellbraune Staubeule (Hoplodrina ambigua)
Familie
Noctuidae (Eulenfalter)
Körpergröße
Flügelspannweite 30–34 mm
Merkmale
Die Hellbraune Staubeule ist ein mittelgroßer Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristisch hellbraune bis graubraune Grundfärbung mit dezenter, typisch eulenartiger Zeichnung aus Ring- und Nierenmakel sowie feinen Querlinien. Die Hinterflügel sind heller, nahezu einfarbig weißlich-graubraun. Der Falter ähnelt verwandten Staubeulen-Arten, weshalb eine sichere Bestimmung oft erst durch Genitaluntersuchung möglich ist.
Lebensraum
Die Hellbraune Staubeule besiedelt strukturreiche Lebensräume wie Waldränder, Magerrasen, Wiesen-Biotope und Gärten. Sie ist vor allem in wärmebegünstigten Lagen anzutreffen. Die Art fliegt in zwei Generationen pro Jahr von Mai bis September und ist nachtaktiv, weshalb sie bevorzugt an Lichtquellen nachgewiesen wird. Die Raupen leben in der Krautschicht und ernähren sich polyphag von verschiedenen Niederpflanzen.
Besonderheiten
Hoplodrina ambigua gilt als polyphager Generalist: Die Raupen fressen an einer Vielzahl krautiger Pflanzen, darunter Wegerich, Löwenzahn und weitere Ruderalpflanzen. Die Überwinterung erfolgt als Raupe. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit nahe verwandten Arten wie der Dunkelbraunen Staubeule (Hoplodrina blanda) ist eine Verwechslung häufig – eine zuverlässige Determination erfordert daher mitunter die Genitaluntersuchung. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde die Art mit RL2 als stark gefährdet eingestuft, was auf Rückgänge durch den Verlust von Magerrasen und extensiv genutzten Wiesen hindeutet.