Köcherfliege Tinodes waeneri

Köcherfliegen-Gattung Tinodes

Name

Tinodes waeneri

Familie

Psychomyiidae

Körpergröße

Spannweite ca. 10–14 mm

Merkmale

Tinodes waeneri ist eine mittelgroße Köcherfliege mit schlankem Körperbau und charakteristisch langen, fadenförmigen Antennen. Die Flügel sind dicht behaart und zeigen eine bräunlich-ockergelbe bis gelbbraune Grundfärbung mit teils undeutlicher Musterung. Vorder- und Hinterflügel liegen in Ruhestellung dachförmig über dem Hinterleib. Die Bestimmung innerhalb der Gattung Tinodes ist anspruchsvoll, da sich die Arten sehr ähneln und eine sichere Artbestimmung oft nur durch Untersuchung der Genitalstrukturen möglich ist.

Lebensraum

Die Art besiedelt Gewässerränder verschiedenster Typen, darunter Flüsse, Kanäle, Bäche und Seen. Die Larven leben in röhrenförmigen Gespinsten an Steinen oder anderen Hartsubstraten im Wasser, wo sie Algen und organisches Material abweiden. Imagines halten sich bevorzugt in unmittelbarer Gewässernähe auf, oft in der Ufervegetation. Die Flugzeit erstreckt sich hauptsächlich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt im Frühsommer. Der Fundort am Mittellandkanal bei Kolenfeld im Juni 2014 entspricht dem typischen Habitat der Art.

Besonderheiten

Wie viele Köcherfliegen wird Tinodes waeneri von künstlichen Lichtquellen angelockt, was nächtliche Beobachtungen an Lampen in Gewässernähe begünstigt. Die Larven bauen charakteristische, fest am Substrat haftende Gespinströhren, die mit Sandkörnchen oder Algenresten verkleidet sein können. Innerhalb der artenreichen Gattung Tinodes ist eine Bestimmung nach Foto allein oft nicht zuverlässig möglich, da die äußeren Merkmale der Arten sehr ähnlich sind. Für eine gesicherte Determination ist in der Regel eine mikroskopische Untersuchung der Genitalien notwendig.