Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius)

Goldgelbe Schnepfenfliege Rhagio tringarius

Name

Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius)

Familie

Schnepfenfliegen (Rhagionidae)

Körpergröße

Körperlänge 8–14 mm

Merkmale

Die Goldgelbe Schnepfenfliege ist eine mittelgroße, schlanke Fliege mit einem charakteristisch zugespitzten Hinterleib und einem auffallend nach unten gerichteten Saugrüssel, der ihr ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. Wie der deutsche Name bereits andeutet, dominieren goldgelbe bis gelbbraune Töne die Grundfärbung des Körpers. Der Hinterleib zeigt typischerweise eine deutliche Musterung aus dunklen Flecken oder Bändern auf hellem Grund. Die Beine sind auffallend lang und dünn, die Flügel leicht gefleckt oder gebändert. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, wobei die Weibchen im Durchschnitt etwas größer ausfallen.

Lebensraum

Die Goldgelbe Schnepfenfliege besiedelt bevorzugt Waldränder, lichte Wälder, Gärten und Wiesen – überall dort, wo feuchte Erde und ein reiches Angebot an Kleininsekten vorhanden sind. Feuchte, humusreiche Böden sind besonders wichtig, da die Weibchen ihre Eier dort ablegen. Die Art ist von Juni bis September anzutreffen und damit ein typischer Sommerbewohner mitteleuropäischer Kulturlandschaften. Erwachsene Tiere sitzen häufig auf Blättern oder Stängeln und lauern von dort auf Beute.

Besonderheiten

Die Goldgelbe Schnepfenfliege ist ein ausgesprochener Räuber in beiden Lebensstadien: Die im Boden lebenden Larven jagen Kleininsekten und deren Larven, während auch die erwachsenen Imagines aktiv kleine Insekten erbeuten und mit ihrem Saugrüssel aussaugen. Dieses durchgehend räuberische Verhalten über alle Entwicklungsstadien hinweg ist unter Fliegen bemerkenswert. Typisch für Schnepfenfliegen ist außerdem die namensgebende Kopfnickhaltung, bei der die Tiere mit nach unten gerichtetem Kopf auf Ästen oder Blättern sitzen und dabei an eine Schnepfe erinnern. Verwechslungen sind mit anderen ähnlich gefärbten Schnepfenfliegenarten möglich, die in denselben Lebensräumen vorkommen.