Gartenhaarmücke (Bibio hortulans)

Gartenhaarmücke Bibio hortulans

Name

Gartenhaarmücke (Bibio hortulans)

Familie

Haarmücken (Bibionidae)

Körpergröße

Körperlänge 6–9 mm

Merkmale

Die Gartenhaarmücke zeigt einen auffälligen Geschlechtsdimorphismus: Männchen sind vollständig schwarz gefärbt, während Weibchen einen bräunlichroten bis orangefarbenen Körper besitzen, wobei Kopf und Schildchen sowie die Seiten des Thorax dunkel gefärbt sind. Beide Geschlechter wirken gedrungen und behaart, was der gesamten Familie den Namen Haarmücken eingebracht hat. Die Beine sind kräftig, die Flügel durchsichtig bis leicht gebräunt. Die großen Facettenaugen der Männchen bedecken einen großen Teil des Kopfes, was ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu den Weibchen darstellt.

Lebensraum

Die Gartenhaarmücke besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Waldränder, artenreiche Wiesen, Obstgärten und strukturreiche Gärten gehören zu ihren bevorzugten Aufenthaltsorten. Wichtig ist ein humusreicher Boden, in dem die Larven sich entwickeln können. Die Imagines sind von April bis Juni zu beobachten und zählen damit zu den frühen Fluginsekten des Jahres. In dieser Zeit sind sie häufig in großer Zahl auf Blüten anzutreffen, besonders auf Doldenblütlern und anderen offenen Blütenformen.

Besonderheiten

Die Gartenhaarmücke ist ein wichtiger Blütenbesucher und trägt zur Bestäubung von Frühjahrsblühern bei. Die Weibchen graben selbstständig Gänge in den Erdboden, in die sie ihre Eier ablegen. Die Larven ernähren sich von verrottendem organischem Material und leisten damit einen Beitrag zur Bodenbildung und zum Nährstoffkreislauf. Gartenhaarmücken treten häufig in Schwärmen auf, wobei Männchen charakteristische Balzflüge zeigen. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und gilt als ungefährdet. Verwechslungen sind mit anderen Haarmücken-Arten möglich, die jedoch oft abweichende Färbungsmuster oder Flugzeiten aufweisen.