Berg-Raubfliege (Didysmachus picipes)
Name
Berg-Raubfliege (Didysmachus picipes)
Familie
Raubfliegen (Asilidae)
Körpergröße
Körperlänge 14–18 mm
Merkmale
Die Berg-Raubfliege ist eine mittelgroße Raubfliege mit kräftigem, langgestrecktem Körperbau, der typisch für die Familie der Asilidae ist. Der Körper ist überwiegend grau bis bräunlich gefärbt und dicht beborstet. Charakteristisch für Raubfliegen ist der markante Knebelbart aus steifen Borsten im Gesichtsbereich, der die Augen optisch betont. Die Beine sind kräftig und gut zum Festhalten von Beutetieren geeignet. Männchen und Weibchen unterscheiden sich in der Hinterleibsform: Beim Männchen läuft der Hinterleib schlanker zu. Die Flügel sind transparent mit deutlicher Äderung.
Lebensraum
Die Berg-Raubfliege besiedelt bevorzugt Waldränder und Hecken-Biotope, wo sie von erhöhten Ansitzwarten aus auf Beutesuche geht. Sie ist sowohl in hügeligen Lagen als auch im Flachland anzutreffen und dort nicht selten. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.
Besonderheiten
Die Berg-Raubfliege ist ein geschickter und aggressiver Räuber. Sie erbeutet vorbeifliegende Insekten meist im Flug, indem sie blitzschnell von ihrem Ansitz startet und die Beute mit den kräftigen Beinen greift. Mit dem stechend-saugenden Rüssel wird das Opfer gelähmt und ausgesaugt. Das Beutespektrum umfasst eine Vielzahl von Fluginsekten, darunter Fliegen, Käfer und Hautflügler. Die Art gilt derzeit als noch recht häufig und ist nicht gefährdet. Verwechslungen sind mit anderen mittelgroßen Raubfliegenarten möglich, die ähnliche Lebensräume besiedeln.