Alabasterfliege (Pamponerus germanicus)

Die Alabasterfliege findet man auf Lichtungen der in Sandgruben

Name

Alabasterfliege (Pamponerus germanicus)

Familie

Asilidae (Raubfliegen)

Körpergröße

Körperlänge ca. 20 mm

Merkmale

Die Alabasterfliege ist eine auffallend kräftig gebaute Raubfliege mit einer Körperlänge von etwa 20 mm. Besonders charakteristisch ist die helle, fast durchscheinend wirkende Flügelbasis, die dem Tier seinen deutschen Namen verleiht und ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal darstellt. Die Beine zeigen eine markante, kontrastreiche Färbung, die ebenfalls zur sicheren Ansprache beiträgt. Wie bei vielen Raubfliegen ist der Körperbau gedrungen und muskulös, der Kopf breit mit großen Facettenaugen und einem kräftigen Saugrüssel. Das Weibchen ähnelt dem Männchen in der Grundfärbung, unterscheidet sich jedoch in der Hinterleibsform.

Lebensraum

Die Alabasterfliege besiedelt bevorzugt wärmebegünstigte, lichte Strukturen wie Waldränder, Lichtungen und Sandgruben. Offene bis halboffene Lebensräume mit lockerem, sandigem Boden sind typisch für die Art, da die Larven sich räuberisch im Boden entwickeln und dort andere Insektenlarven erbeuten. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.

Besonderheiten

Als Raubfliege ist die Alabasterfliege ein aktiver Jäger, der andere Insekten im Flug überwältigt und mit dem Saugrüssel auslaugt. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht häufig und ist an wärmere, sandige Standorte gebunden, weshalb sie von Habitatverlust durch Sukzession und Flächenversiegelung betroffen sein kann. Verwechslungen sind mit anderen großen Raubfliegen ähnlicher Färbung möglich, jedoch ist die helle Flügelbasis ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal. Der Artname germanicus verweist auf das mitteleuropäische Verbreitungsgebiet.