Ruderwanze Corixa dentipes
Name
Corixa dentipes
Familie
Corixidae (Ruderwanzen)
Körpergröße
Körperlänge 12,8–15 mm
Merkmale
Corixa dentipes gehört zu den größeren Vertretern der Corixidae. Der Körper ist dorsal typisch für Ruderwanzen flach und oval geformt, mit einer fein quergesprenkelten, gelblich-braunen bis olivfarbenen Oberseite, die ein charakteristisches Wellenmuster aus hellen und dunklen Querbändern zeigt. Die Unterseite ist heller, oft gelblich. Die Hinterbeine sind zu kräftigen Ruderbeinen umgebildet und mit langen Schwimmhaaren besetzt, was der gesamten Familie ihren deutschen Namen gibt. Das Pronotum weist mehrere dunkle Querlinien auf. Männchen lassen sich von Weibchen durch den asymmetrischen Genitalapparat und artspezifische Stridulationsstrukturen an den Vorderbeinen unterscheiden.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt stehende, pflanzenreiche Gewässer wie Waldtümpel, Moorgewässer und Teiche mit üppiger Unterwasser- und Ufervegetation. Bemerkenswert ist ihre Toleranz gegenüber leicht brackigem Wasser, was ihr eine breitere Habitatnutzung ermöglicht als vielen verwandten Arten. In Niedersachsen ist Corixa dentipes verbreitet, gilt jedoch als nicht häufig. Die Art bildet eine Generation pro Jahr. Imagines sind ganzjährig anzutreffen, da sie als Adulte überwintern; besonders aktiv zeigen sie sich von Frühjahr bis Herbst. Das vorliegende Exemplar wurde im September 2016 am Heye-See bei Husum nachgewiesen.
Besonderheiten
Wie alle Corixidae ist Corixa dentipes ein räuberisch-omnivor lebender Wasserbewohner, der Algen, Detritus sowie kleine Wirbellose aufnimmt. Zur Nahrungsaufnahme dient ein kräftiger, kurzer Saugrüssel. Ruderwanzen können fliegen und besiedeln neue Gewässer aktiv, was ihre Verbreitung begünstigt. Zur Kommunikation erzeugen Männchen durch Stridulation mit den Vorderbeinen arttypische Lautäußerungen. Verwechslungen sind mit anderen großen Corixa-Arten möglich, insbesondere mit Corixa punctata, von der sich dentipes unter anderem durch Größe und Details der Genitalstrukturen unterscheidet. Eine besondere Gefährdung ist für Niedersachsen derzeit nicht ausgewiesen, dennoch ist die Art auf strukturreiche, naturnahe Stillgewässer angewiesen.