Gemeiner Wasserläufer (Gerris lacustris)

Gerris lacustris Merkmale

Name

Gemeiner Wasserläufer (Gerris lacustris)

Familie

Gerridae

Körpergröße

Körperlänge 8–10 mm

Merkmale

Der Gemeine Wasserläufer ist ein schlankes, dunkelbraun bis schwärzlich gefärbtes Insekt mit einem langgestreckten Körper. Die Unterseite ist heller, oft silbrig schimmernd. Charakteristisch sind die langen, spreizend angeordneten Beine: Das vordere Beinpaar dient zum Greifen der Beute, während das mittlere und hintere Beinpaar das Gleiten auf dem Wasser ermöglichen. Die Körperoberfläche ist dicht mit einem wasserabweisenden Haarfilz bedeckt, der das Eindringen von Wasser verhindert und die Tiere zuverlässig an der Wasseroberfläche hält. Es gibt geflügelte und ungeflügelte Formen.

Lebensraum

Gerris lacustris besiedelt bevorzugt stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Tümpel, Seen und ruhige Flussabschnitte. Die Art ist weit verbreitet und in geeigneten Biotopen häufig anzutreffen. Bevorzugt werden Gewässer mit strukturreichen Uferbereichen und mäßiger Vegetation. Aktiv ist der Gemeine Wasserläufer von etwa April bis Oktober. Im Winter suchen die Tiere an Land geschützte Verstecke unter Steinen, Totholz oder Laubschichten auf und überwintern dort als Imago.

Besonderheiten

Die bekannteste Eigenschaft des Gemeinen Wasserläufers ist die Fähigkeit, mithilfe der Oberflächenspannung des Wassers zu laufen, ohne einzusinken. Der dichte Haarfilz an den Beinenden erzeugt dabei kleine Dellen in der Wasseroberfläche, verteilt das Körpergewicht optimal und verhindert das Durchbrechen der Oberflächenspannung. Gerris lacustris ist ein aktiver Räuber, der Insekten und andere Kleintiere erbeutet, die auf der Wasseroberfläche verunglücken. Vibrationen auf dem Wasser werden genutzt, um Beute aufzuspüren. Auch zur innerartlichen Kommunikation, etwa während der Paarung, erzeugen die Tiere gezielte Wellenmuster. Die Art gilt als ungefährdet und zählt zu den häufigsten heimischen Wasserläufern.