Gebirgs-Skorpionsfliege (Panorpa alpina)
Name
Gebirgs-Skorpionsfliege (Panorpa alpina)
Familie
Panorpidae (Skorpionsfliegen)
Körpergröße
Körperlänge ca. 12–15 mm, Flügelspannweite ca. 25–30 mm
Merkmale
Die Gebirgs-Skorpionsfliege besitzt wie alle Skorpionsfliegen einen charakteristischen, schnabelartig verlängerten Kopf sowie transparente Flügel mit einer vergleichsweise sparsamen dunklen Zeichnung aus kleinen Flecken und Punkten. Das auffälligste Merkmal der Männchen ist das nach oben gebogene, skorpionartige Genitalende, das der gesamten Gruppe ihren deutschen Namen gegeben hat – obwohl die Tiere völlig harmlos sind und weder stechen noch beißen. Die Flügelzeichnung kann individuell variieren, was die Bestimmung erschwert. Weibchen haben ein anders gestaltetes, nicht skorpionartig aufgewölbtes Hinterleibsende. Die Art ist der sehr ähnlichen Panorpa cognata äußerlich ähnlich.
Lebensraum
Die Gebirgs-Skorpionsfliege ist vor allem im Berg- und Hügelland verbreitet und bevorzugt feuchte, schattige Standorte wie Waldränder, Lichtungen und Hecken-Biotope mit dichter Krautschicht. Sie benötigt lockere, humusreiche Böden für die Larvenentwicklung. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Ende April bis August.
Besonderheiten
Die Imagines ernähren sich überwiegend von toten oder geschwächten Insekten, gelegentlich auch von Pflanzenteilen oder Nektar. Die in der Erde lebenden Larven fressen ebenfalls tote Insekten sowie organisches Material und übernehmen damit eine wichtige Rolle als Zersetzer. Für eine sichere Artbestimmung gegenüber der sehr ähnlichen Panorpa cognata ist eine Genitaluntersuchung unerlässlich, da sich beide Arten äußerlich kaum voneinander trennen lassen. Skorpionsfliegen gelten als stammesgeschichtlich alte Insektengruppe und stehen den Vorfahren der Zweiflügler und Schmetterlinge nahe.