Staublaus Graphopsocus cruciatus

Staublaus Graphopsocus cruciatus

Name

Graphopsocus cruciatus

Familie

Stenopsocidae

Körpergröße

ca. 3 mm

Merkmale

Graphopsocus cruciatus ist eine kleine, geflügelte Staublausalrt mit einer Körperlänge von etwa 3 mm. Die Flügel sind transparent und weisen ein charakteristisches Adernmuster auf, das der Art ihren lateinischen Beinamen cruciatus – zu Deutsch kreuzförmig – eingebracht hat. Die Grundfärbung des Körpers ist gelblich bis bräunlich, der Kopf ist auffallend groß im Verhältnis zum Körper, was für Staubläuse typisch ist. Die Fühler sind fadenförmig und verhältnismäßig lang.

Lebensraum

Die Art besiedelt Waldränder, Lichtungen und Parklandschaften, wo ausreichend Laubgehölze als Nahrungsquelle vorhanden sind. Graphopsocus cruciatus ist von Mai bis September anzutreffen und gehört damit zu den sommerlich aktiven Staubläusen Mitteleuropas. Bevorzugt werden halboffene, sonnenexponierte Strukturen mit vielfältigem Gehölzbestand.

Besonderheiten

Sowohl Larven als auch Imagines ernähren sich von Mikroorganismen auf der Pflanzenoberfläche; sie weiden vor allem Algen, Pilze (u.a. Mehltau) und Flechten ab, die auf den Blättern der Laubgehölze wachsen. Ein besonders auffälliges Merkmal des Verhaltens ist die Herstellung feiner seidiger Gespinste, unter denen sich die Tiere aufhalten und schützen. Auch die Gelege werden mit feinen Spinnfäden gesichert, was den Eiern Schutz vor Feinden und Witterungseinflüssen bietet. Graphopsocus cruciatus bildet ein bis zwei Generationen pro Jahr. Staubläuse insgesamt sind ökologisch bedeutsam als Zersetzer organischer Substanz und als Bestandteil von Nahrungsnetzen, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Insektengruppen wenig öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. In Mitteleuropa ist die Art weit verbreitet und gilt als nicht gefährdet.