Wald-Ohrwurm (Chelidurella acanthopygia)
Name
Wald-Ohrwurm (Chelidurella acanthopygia)
Familie
Forficulidae
Körpergröße
12–18 mm
Merkmale
Der Wald-Ohrwurm ist ein mittelgroßer Ohrwurm mit einer Körperlänge von 12 bis 18 mm. Auffälligstes Merkmal sind die stark verkümmerten Flügeldecken, die dem Tier ein flugunfähiges Erscheinungsbild verleihen. Der Körper ist langgestreckt, abgeflacht und meist dunkelbraun bis rotbraun gefärbt. Wie alle Ohrwürmer trägt auch diese Art am Hinterleibsende die typische zangenartige Cerci, die bei Männchen kräftiger und stärker gekrümmt sind als bei Weibchen. Die Beine sind hellbraun und verhältnismäßig kurz.
Lebensraum
Der Wald-Ohrwurm besiedelt ganzjährig verschiedene Laubwälder sowie Parkanlagen und bevorzugt dabei feuchte, strukturreiche Bereiche mit viel Totholz und Laubstreu. Tagsüber verbirgt er sich unter Steinen, Rinde oder in morschem Holz. Er lebt überwiegend am Boden und ist dämmerungs- sowie nachtaktiv. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet und ganzjährig anzutreffen, wobei adulte Tiere vor allem von Frühjahr bis Herbst aktiv sind.
Besonderheiten
Der Wald-Ohrwurm ernährt sich omnivor von kleinen Insekten, Raupen, Honigtau und pflanzlichem Material. Wie andere Ohrwurmarten zeigt auch das Weibchen von Chelidurella acanthopygia eine ausgeprägte Brutfürsorge: Es bewacht und pflegt seine Eier bis zum Schlüpfen der Larven. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem ähnlichen Apterygida media (Gebüschohrwurm) sind die verkümmerten Flügeldecken, die beim Gebüschohrwurm deutlicher ausgebildet sind. Die Cerci-Form der Männchen ist zudem ein zuverlässiges Bestimmungsmerkmal auf Artniveau.