Gelber Langfühler (Nematopogon swammerdamella)

Gelber Langfühler Nematopogon swammerdamella

Name

Gelber Langfühler (Nematopogon swammerdamella)

Familie

Adelidae (Langhornmotten)

Körpergröße

Flügelspannweite 18–22 mm

Merkmale

Der Gelbe Langfühler gehört zur Familie der Langhornmotten und trägt seinen Namen aufgrund der auffallend langen Fühler, die für diese Gruppe charakteristisch sind. Die Vorderflügel zeigen einen gelblich-ockerbraunen Grundton mit einem leichten Glanz. Die Fühler sind überwiegend hell gefärbt, können jedoch insbesondere auf der Unterseite dunklere Bereiche beziehungsweise eine schwache Ringelung zeigen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 18 bis 22 mm gehört die Art zu den größeren Vertretern der Gattung Nematopogon. Die sichere Unterscheidung von ähnlichen Arten kann anhand mehrerer Merkmale erforderlich sein.

Lebensraum

Der Gelbe Langfühler besiedelt lichte Laubwälder, Waldränder und Hochstaudenfluren, wo ein ausreichendes Angebot an abgestorbenem Pflanzenmaterial vorhanden ist. Die Art ist tagaktiv und fliegt von April bis Juli. Die Raupen leben bodennah in einem tragbaren Sack, der aus zusammengefügten Blattstücken besteht, und ernähren sich von Detritus, also abgestorbenen Pflanzenteilen. Solche Lebensräume mit einer gut entwickelten Streuschicht und strukturreicher Krautvegetation sind für die Entwicklung der Larven besonders wichtig.

Besonderheiten

Der Gelbe Langfühler ist vor allem durch seine langen Fühler und seine frühe Flugzeit im Frühjahr auffällig. Die Falter sind am späten Nachmittag und in der Dämmerung aktiv. Das Raupenstadium ist durch den selbst gebauten Blattsack geprägt, den die Larve mit sich trägt und der ihr Schutz bietet. Die Raupen leben am Boden und ernähren sich von abgestorbenen Blättern und anderem abgestorbenen Pflanzenmaterial. Die Art überwintert zweimal im Raupenstadium. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit anderen Arten der Gattung Nematopogon; zur sicheren Bestimmung müssen mehrere Merkmale berücksichtigt werden.