Elfenbein-Flechtenbärchen (Cybosia mesomella)
Name
Elfenbein-Flechtenbärchen (Cybosia mesomella)
Familie
Erebidae (Bärenspinner)
Körpergröße
Flügelspannweite ca. 30 mm
Merkmale
Das Elfenbein-Flechtenbärchen trägt cremefarbene bis elfenbeinfarbene Vorderflügel, die durch eine charakteristische schwarze Punktierung auffallen. Auf jedem Vorderflügel befinden sich zwei kleine, markante schwarze Punkte, einer im Bereich des Vorderrands und einer im Bereich des Innenrands. Die Hinterflügel sind deutlich dunkler, meist graubraun gefärbt, weisen jedoch oft einen gelblichen bis hellen Fransenrand auf. Der Körper wirkt insgesamt zart und schlank, Kopf und Thorax zeigen eine ähnlich blasse Grundfärbung wie die Vorderflügel. Durch die charakteristische Zeichnung ist die Art meist gut erkennbar, eine Verwechslung mit ähnlich gefärbten Flechtenbärchen, insbesondere Arten der Gattung Eilema, ist jedoch möglich.
Lebensraum
Das Elfenbein-Flechtenbärchen besiedelt vor allem Moorwiesen, feuchte Waldränder und lichte Waldlichtungen, wo Flechten als Nahrungsgrundlage für die Raupen in ausreichender Menge vorhanden sind. Die Art bevorzugt halboffene, nicht zu intensiv bewirtschaftete Landschaften. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt im Juni und Juli. Die Raupen leben bodennah und ernähren sich bevorzugt von Flechten, die auf dem Erdboden, an Steinen oder an Baumborke wachsen.
Besonderheiten
Die nachtaktiven Falter werden häufig durch Licht angelockt und lassen sich so gut nachweisen. Die Raupen überwintern und schließen ihre Entwicklung erst im Frühjahr ab. Wie viele Bärenspinner gilt auch das Elfenbein-Flechtenbärchen als Zeiger für naturnahe, strukturreiche Lebensräume mit einem guten Flechtenbewuchs. Intensive Landnutzung und Entwässerung von Feuchtgebieten können den Bestand lokal beeinträchtigen. Die Art ist in Mitteleuropa noch verbreitet, jedoch nicht überall häufig anzutreffen.