Espen-Porzellanspinner (Pheosia tremula)
Name
Espen-Porzellanspinner (Pheosia tremula)
Familie
Notodontidae (Zahnspinner)
Körpergröße
Spannweite 45–60 mm
Merkmale
Der Espen-Porzellanspinner ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Spannweite von etwa 45 bis 60 mm. Die Vorderflügel zeigen ein charakteristisches weißlich-graues Grundmuster mit einem markanten dunklen Längsstrich entlang der Costa sowie feinen, welligen Querlinien. Ein auffälliger weißer Keilfleck nahe dem Außenrand der Vorderflügel ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Die Hinterflügel sind heller, fast reinweiß mit schwacher Zeichnung. Der Körper ist kräftig behaart und erscheint insgesamt grau-weiß. Die Art ähnelt dem nah verwandten Pappel-Zahnspinner Pheosia gnoma, unterscheidet sich jedoch durch den breiteren weißen Keilfleck und die stärker kontrastierende Flügelzeichnung.
Lebensraum
Der Espen-Porzellanspinner besiedelt Lebensräume, in denen Pappeln und Espen als Nahrungspflanzen der Raupen vorkommen. Typische Biotope sind Auwälder, feuchte Waldränder, Ufergehölze entlang von Bächen und Flüssen sowie aufgelassene Kiesgruben mit aufkommender Pappelvegetation. Die Art bevorzugt Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juni, wobei unter günstigen Witterungsbedingungen eine zweite Generation von Juli bis August ausgebildet werden kann. Die Falter sind nachtaktiv und werden von Lichtquellen angelockt.
Besonderheiten
Die Raupen des Espen-Porzellanspinners ernähren sich hauptsächlich von den Blättern verschiedener Pappelarten, darunter Zitterpappel (Espe), Schwarz- und Silberpappel, sowie gelegentlich von Weiden. Die Art ist in weiten Teilen Europas und bis nach Zentralasien verbreitet. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit Pheosia gnoma, dem Kleinen Pappel-Zahnspinner, der einen schmaleren weißen Keilfleck aufweist und dessen Raupen bevorzugt Birken befallen. Der Espen-Porzellanspinner gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet, kann jedoch durch den Verlust feuchter Auwälder und Ufergehölze lokal unter Druck geraten.