Blausieb (Zeuzera pyrina)
Name
Blausieb (Zeuzera pyrina)
Familie
Holzbohrer (Cossidae)
Körpergröße
Flügelspannweite 41–60 mm
Merkmale
Das Blausieb ist ein auffälliger Nachtfalter mit weißlich-cremefarbenem Grundton, der über Vorder- und Hinterflügel sowie den Körper verteilt mit zahlreichen blauschwarzen Punkten gemustert ist – daher der treffende deutsche Name. Der Körper ist weiß und ebenfalls dunkel gefleckt. Weibchen sind deutlich größer als Männchen und besitzen einen auffällig langen Legebohrer. Die Fühler sind beim Männchen im basalen Bereich doppelt gekämmt, beim Weibchen fadenförmig. Die Raupen sind gelblich-weiß mit schwarzen Punkten und einem dunklen Kopf.
Lebensraum
Das Blausieb besiedelt Waldränder, Streuobstwiesen, Parkanlagen und Siedlungsbereiche – überall dort, wo geeignete Laubbäume als Wirtspflanzen vorhanden sind. Die Raupen entwickeln sich im Holz dünner Äste verschiedener Laubbäume, darunter Rotbuche, Eiche, Kastanie, Apfel und Birne. Die Imagines fliegen von Juni bis August und sind nachtaktiv, weshalb sie häufig an Lichtquellen beobachtet werden.
Besonderheiten
Zeuzera pyrina ist auch unter dem Namen Kastanienbohrer bekannt. Die Larvalentwicklung dauert zwei bis drei Jahre, in denen die Raupe Gänge tief ins Holz ihrer Wirtspflanze frisst. Befallene Äste brechen leicht ab, was besonders im Obstbau und in der Forstwirtschaft zu Schäden führen kann. Die Art ist in Europa weit verbreitet und gilt als nicht gefährdet. Verwechslungen sind möglich mit dem Weidenbohrer (Cossus cossus) aus derselben Familie, der jedoch deutlich größer ist und ein anderes Muster aufweist.