Kiefernschwärmer (Sphinx pinastri)
Name
Kiefernschwärmer (Sphinx pinastri)
Familie
Sphingidae (Schwärmer)
Körpergröße
Flügelspannweite 70–96 mm
Merkmale
Der Kiefernschwärmer ist ein großer, kräftig gebauter Nachtfalter mit dem für Schwärmer typischen torpedoförmigen Körper und schmalen, spitz zulaufenden Vorderflügeln. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist grau bis graubraun mit dunklen Längsstreifen, die eine gute Tarnung an Kiefernrinde ermöglichen. Die Hinterflügel sind gleichmäßig braungrau gefärbt. Der Hinterleib ist graubraun und zeigt dunkle Querbänder sowie einen feinen dunklen Längsstreifen. Die Raupen sind grün mit weißen oder cremefarbenen Längsstreifen und einem typischen dunklen Schwärmer-Schwanzhorn am Hinterleib.
Lebensraum
Der Kiefernschwärmer besiedelt bevorzugt Kiefernwälder, Heide-Biotope sowie andere Nadelwaldgesellschaften, wo seine Wirtspflanzen wachsen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Als Hauptwirtspflanze dient die Kiefer (Pinus sylvestris), seltener werden auch Fichte, Tanne und Lärche zur Eiablage genutzt. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Nadeln der Wirtsbäume. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten Juni und Juli.
Besonderheiten
Als nachtaktiver Falter wird der Kiefernschwärmer häufig von künstlichen Lichtquellen angelockt, was zur Beobachtung und zum Nachweis der Art genutzt werden kann. Die Imagines nehmen mit ihrem langen Rüssel Nektar an tief kelchigen Blüten auf, oft im Schwirrflug ähnlich einem Kolibri. Die Puppe überwintert im Boden. In manchen Jahren kann die Art lokal in größeren Dichten auftreten, ohne jedoch wirtschaftlich bedeutsamen Fraßschaden zu verursachen. Verwechslungen sind mit dem selteneren Tannenschwärmer (Sphinx maurorum) möglich, der eine ähnliche Flügelzeichnung besitzt, sich aber durch abweichende Hinterleibsmuster unterscheidet.