Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
Name
Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
Familie
Sphingidae (Schwärmer)
Körpergröße
Flügelspannweite 40–47 mm
Merkmale
Der Hummelschwärmer ist ein mittelgroßer Schwärmer mit einer Flügelspannweite von 40 bis 47 mm. Sein Name verdankt sich der auffälligen Mimikry: Er ahmt äußerlich eine Hummel nach, was ihm einen gewissen Schutz vor Fressfeinden bietet. Die Flügel sind größtenteils transparent mit rotbraunen bis olivfarbenen Randbinden, der Körper ist dicht behaart und zeigt eine charakteristische schwarz-gelbe Zeichnung am Hinterleib. Frisch geschlüpfte Tiere wirken besonders überzeugend hummelartig; mit zunehmendem Alter verlieren sie durch Abfliegen einen Großteil dieser Behaarung, sodass die Mimikry deutlich schwächer ausgeprägt erscheint.
Lebensraum
Der Hummelschwärmer besiedelt vor allem blütenreiche, warme Lebensräume wie Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Waldränder und sonnige Lichtungen. Er ist tagaktiv und besucht im schnellen Schwirrflug Blüten, bevorzugt langröhrige Arten wie Tauben-Skabiose oder Storchschnabel. Die Hauptflugzeit liegt von Mai bis Juni; unter günstigen Bedingungen bildet die Art eine zweite Generation aus, die von Juli bis August fliegt.
Besonderheiten
Wie alle Schwärmer ist der Hummelschwärmer ein ausgezeichneter Flieger, der beim Nektarsaugen im Schwirrflug vor der Blüte verharrt, ohne sich zu setzen. Die Raupen fressen an Schneebeere (Symphoricarpos) und Heckenkirsche (Lonicera). In der Roten Liste Niedersachsens wird die Art mit RL1 als vom Aussterben bedroht eingestuft. Hauptursachen sind der Verlust und die Verarmung blütenreicher Offenlandlebensräume durch Nutzungsaufgabe, Verbuschung und intensive Landwirtschaft. Verwechselt werden kann der Hummelschwärmer mit dem sehr ähnlichen Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus), der jedoch schmalere dunkle Flügelrandbinden aufweist und vor allem auf mageren, meist trockenen Offenlandstandorten vorkommt.