Heller Sichelflügler (Drepana falcataria)
Name
Heller Sichelflügler (Drepana falcataria)
Familie
Drepanidae (Sichelflügler)
Körpergröße
Flügelspannweite 26–36 mm
Merkmale
Der Helle Sichelflügler trägt seinen Namen zurecht: Die Vorderflügel sind an der Spitze charakteristisch sichelförmig nach innen gebogen, was die Art auf den ersten Blick von den meisten anderen Nachtfaltern unterscheidet. Die Grundfärbung der Flügel ist hellgelblich bis cremeweiß mit einem feinen, bräunlichen Querlinienmuster. Eine markante dunkle Mittelpunktzeichnung auf den Vorderflügeln sowie eine wellige Außenlinie sind typische Erkennungsmerkmale. Die Unterseite ist heller und zeichnungsärmer. Die Raupen sind grünlich gefärbt und schlank, mit einem charakteristischen, nach hinten gestreckten Schwanzende, das keinen echten Nachschieber besitzt.
Lebensraum
Der Helle Sichelflügler besiedelt feuchte Laubwälder, insbesondere Erlenbruchwälder und Auenwälder, aber auch Parkanlagen, Gärten und Gebüschsäume mit Erlen- oder Birkenbewuchs. Die Art ist in weiten Teilen Europas und des gemäßigten Asiens verbreitet. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis August, wobei zwei Generationen pro Jahr ausgebildet werden: Die erste Generation fliegt im Frühjahr von April bis Juni, die zweite von Juli bis August. Die nachtaktiven Falter werden häufig von Lichtquellen angelockt.
Besonderheiten
Die Raupen ernähren sich bevorzugt von den Blättern der Erle und Birke, seltener auch von Eiche oder Pappel. Ein auffälliges Verhalten der Raupe ist das Einrollen einzelner Blätter, in denen sie Schutz sucht. Die Überwinterung erfolgt als Puppe in einem leichten Gespinst zwischen Blättern oder in der Bodenstreu. Mit der weitgehend ähnlichen Zweizahn-Sichelflügler-Art Falcaria lacertinaria kann eine Verwechslung auftreten, jedoch ist der Helle Sichelflügler insgesamt heller und weniger kontrastreich gezeichnet. Die Art gilt in Mitteleuropa als nicht gefährdet und ist in geeigneten Lebensräumen regelmäßig anzutreffen.