Tastermotte (Harpella forficella)
Name
Tastermotte (Harpella forficella)
Familie
Oecophoridae (Faulholzmotten)
Körpergröße
Flügelspannweite 20–26 mm
Merkmale
Die Tastermotte ist durch ihre charakteristische Flügelzeichnung gut erkennbar. Die Vorderflügel zeigen ein cremefarbenes bis ockergelbes Grundmuster mit dunklen, kontraststarken Zeichnungselementen. Das auffälligste Merkmal sind die außergewöhnlich langen, nach vorne gebogenen Labialpalpen, die sogenannten Taster, welche der Art sowohl ihren deutschen Namen als auch ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Die Palpen ragen weit über den Kopf hinaus und sind leicht sichelförmig gekrümmt.
Lebensraum
Die Tastermotte bewohnt Laubwälder und Mischwälder, kommt aber auch im Siedlungsgebiet vor, sofern geeignete Strukturen wie Totholz vorhanden sind. Entscheidend für das Vorkommen ist das Angebot an abgestorbenem Holz mit loser Rinde, unter der die Raupen leben und sich entwickeln. Die Imagines fliegen von Juni bis September und sind damit typische Sommerfaltter der gemäßigten Breiten Mitteleuropas.
Besonderheiten
Die Raupen der Tastermotte leben in morschem Holz und unter loser Rinde abgestorbener Bäume und ernähren sich dort vor allem von Pilzmyzelien und holzbewohnenden Pilzen. Diese enge Bindung an Totholz macht die Art zu einem typischen Bewohner naturnaher Wälder mit ausreichendem Angebot an abgestorbenem Holz. Die Art gilt in geeigneten Lebensräumen als regelmäßig anzutreffen und ist auf Alt- und Totholz angewiesen. Als Nachtfalter wird sie gelegentlich durch künstliche Lichtquellen angelockt. Verwechslungen sind aufgrund der markanten Palpen und der typischen Zeichnung kaum möglich.