Perlglanzspanner, auch Silberblatt (Campaea margaritaria)
Name
Perlglanzspanner, auch Silberblatt (Campaea margaritaria)
Familie
Spanner (Geometridae)
Körpergröße
Flügelspannweite 30–40 mm
Merkmale
Frisch geschlüpfte Falter erscheinen in einem zarten, hellen Grün, das sich nach einiger Zeit deutlich aufhellt und ins Weißlich-Silbrige verblaßt – daher der Beiname Silberblatt. Auch bläuliche Tönung ist möglich und kommt vor allem bei bestimmten Individuen vor. Die Flügel beider Geschlechter sind fein strukturiert und zeigen eine charakteristische, kaum kontrastierende Querlinie. Männchen besitzen deutlich gekämmte Fühler, während die Fühler der Weibchen fadenförmig sind. Die Unterseite der Flügel ist ähnlich hell und unauffällig wie die Oberseite.
Lebensraum
Der Perlglanzspanner besiedelt Parkanlagen, Waldränder, lichte Laubwälder und Gärten in weiten Teilen Europas und Westasiens. Die Art bevorzugt Standorte mit reichem Laubbaumangebot, da die Raupen an verschiedenen Laubhölzern wie Eiche, Buche, Birke und Obstbäumen fressen. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Oktober. In wärmebegünstigten Regionen entwickelt die Art zwei Generationen pro Jahr, in kühleren Lagen bleibt es meist bei einer Generation.
Besonderheiten
Die Raupen des Perlglanzspanners sind grün gefärbt und gut getarnt auf ihren Futterpflanzen. Sie überwintern als halbwüchsige Larven und vollenden ihre Entwicklung im Frühjahr. Die Art gilt als häufig und weit verbreitet und ist derzeit nicht gefährdet. Verwechslungen sind vor allem mit anderen blassgrünen oder weißlichen Spannerarten möglich, etwa dem Grünspan-Bindenspanner. Campaea margaritaria wird von Licht stark angelockt und kommt daher häufig an beleuchteten Fenstern oder Lichtfallen vor. Der wissenschaftliche Artname margaritaria leitet sich vom lateinischen margarita für Perle ab und verweist auf den perlmuttartigen Glanz der Flügel.