Miniersackmotte Incurvaria masculella
Name
Incurvaria masculella
Familie
Incurvariidae
Körpergröße
Spannweite 12–16 mm
Merkmale
Incurvaria masculella ist ein kleiner Falter mit einer Flügelspannweite von 12 bis 16 mm. Die Vorderflügel sind dunkel bronzefarben bis schwärzlich mit einem leichten metallischen Glanz, wie für die Familie der Incurvariidae typisch. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern sind die Fühler: Männchen besitzen deutlich gefiederte Fühler, während die Fühler der Weibchen fadenförmig sind. Die Hinterflügel sind schmal und zugespitzt mit langen Fransen.
Lebensraum
Die Art besiedelt Laub- und Mischwälder, in denen geeignete Wirtspflanzen vorhanden sind. Als Raupennahrung dienen verschiedene Laubbäume und Stauden, darunter Hasel, Birke und Rosengewächse. Die Falter fliegen von April bis Mai und sind damit typische Frühjahrserscheinungen in mitteleuropäischen Wäldern.
Besonderheiten
Die Larvalentwicklung von Incurvaria masculella verläuft in zwei deutlich verschiedenen Phasen. Im frühen Stadium minieren die jungen Raupen im Inneren von Blättern und fressen dort das Blattgewebe. Später schneiden sie ein ovales Blattstück heraus und fertigen daraus einen tragbaren Blattköcher, mit dem sie sich zu Boden fallen lassen. Dort ernähren sie sich von verrottendem Laub. Die weitere Entwicklung erfolgt im Blattköcher; die Verpuppung findet darin statt. Die Raupe überwintert im Blattköcher und verpuppt sich im Frühjahr. Unter günstigen beziehungsweise unterschiedlichen Entwicklungsbedingungen kann sich die Entwicklung auch über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die Weibchen dieser Art können leicht mit Incurvaria oehlmanniella verwechselt werden.