Langhornmotte Nemophora degeerella / Nemophora scopolii

Nemophora degeerella oder scopolii

Name

Nemophora degeerella / Nemophora scopolii

Familie

Adelidae (Langhornmotten)

Körpergröße

Flügelspannweite 16–23 mm

Merkmale

Nemophora degeerella und N. scopolii bilden einen Komplex nahe verwandter Arten. Beide Arten zeigen ein charakteristisches goldgelb- bis bronzefarbenes Schuppenmuster mit einer auffälligen hellen Querbinde. Die Männchen besitzen sehr lange Fühler, die etwa die vierfache Länge der Vorderflügel erreichen, während die Fühler der Weibchen deutlich kürzer sind. Obwohl sich die beiden Arten sehr ähnlich sehen, gibt es subtile äußere Unterschiede, unter anderem in der Größe und Form der Vorderflügel sowie in einzelnen Merkmalen der Zeichnung und des Kopfes. Für eine sichere Bestimmung können diese Merkmale zusammen mit der geografischen Herkunft und gegebenenfalls einer genetischen Untersuchung herangezogen werden.

Lebensraum

Die Falter besiedeln lichte Laubwälder, Waldränder, Gebüschsäume und strukturreiche Gärten. Sie bevorzugen feuchte bis mäßig trockene Standorte mit dichter Krautschicht. Die Larven leben vor allem in der Laubstreu und ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial und anderem Detritus. Die Flugzeit erstreckt sich von Mai bis Juli, wobei der Hauptflug oft im Juni liegt. Die Imagines sind tagaktiv und fallen häufig durch schwarmartiges Tanzen der Männchen in der Sonne auf.

Besonderheiten

Das auffälligste Verhalten der Männchen ist ihr charakteristisches Schwarmtanzen: Oft versammeln sich mehrere Tiere in der Abend- oder Morgensonne und fliegen in auf- und abwiegenden Bewegungen dicht beieinander. Die langen Fühler sind dabei besonders auffällig. Dieses Verhalten steht im Zusammenhang mit der Partnersuche. Nemophora degeerella und N. scopolii sind zwar sehr ähnlich, lassen sich aber anhand subtiler äußerer Merkmale unterscheiden. Zusätzlich können genetische Untersuchungen zur sicheren Artzuordnung eingesetzt werden. Nemophora degeerella ist auch als Gebänderte Langhornmotte bekannt. Beide Arten gelten derzeit als nicht gefährdet.