Kiefernspanner (Bupalus piniaria)
Name
Kiefernspanner (Bupalus piniaria)
Familie
Geometridae (Spanner)
Körpergröße
Flügelspannweite 30–35 mm
Merkmale
Der Kiefernspanner zeigt einen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Männchen sind leuchtend orangegelb mit weißlichen Flecken auf den Vorderflügeln, während Weibchen eine blassere, gelblich-weiße Grundfärbung mit ähnlicher Musterung aufweisen. Die Flügelform ist für einen Spanner typisch: breit und flach anliegend. In Ruheposition halten beide Geschlechter die Flügel flach ausgebreitet. Die Raupen sind hellgrün mit weißlichen Längsstreifen und hervorragend an Kiefernnadeln getarnt, was ihre Entdeckung erheblich erschwert.
Lebensraum
Der Kiefernspanner besiedelt bevorzugt lichte Kiefernwälder und Nadelmischwälder, insbesondere Bestände mit dominierender Waldkiefer (Pinus sylvestris). Die Art ist vor allem in den Tieflagen Mitteleuropas verbreitet, wo ausgedehnte Kiefernforste existieren. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Ende April bis Juli. Tagsüber ruhen die Falter häufig an Baumstämmen oder im Unterholz, abends sind sie auch an künstlichen Lichtquellen zu beobachten.
Besonderheiten
Der Kiefernspanner gilt als bedeutender Forstschädling: Bei Massenvermehrungen können die Raupen ganze Kiefernbestände vollständig entnadeln und dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Weibchen legen bis zu 150 Eier direkt an Kiefernnadeln ab. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die Raupen und fressen bis in den Herbst hinein. Die Überwinterung erfolgt als Puppe im Boden, die Verpuppung findet im Frühjahr des Folgejahres statt. Natürliche Gegenspieler wie parasitoide Schlupfwespen und räuberische Insekten helfen, Populationen in Schach zu halten. In forstlichen Überwachungsprogrammen wird die Art regelmäßig durch Bodenproben und Lichtfallen kontrolliert.