Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)

Großer Johanniskraut-Spanner Aplocera plagiata

Name

Großer Johanniskraut-Spanner (Aplocera plagiata)

Familie

Geometridae (Spanner)

Körpergröße

Flügelspannweite 27–40 mm

Merkmale

Der Große Johanniskraut-Spanner ist ein mittelgroßer Spanner mit einer Flügelspannweite von 27 bis 40 mm. Die Vorderflügel sind grau bis blaugrau gefärbt und zeigen mehrere dunkle Querbänder, die aus zahlreichen Linien bestehen. Die Hinterflügel sind deutlich heller und meist nur schwach gezeichnet. Im Ruhezustand werden die Flügel zusammengehalten, sodass der Falter eine eher dreieckige Silhouette bildet. Der Große Johanniskraut-Spanner ähnelt dem Kleinen beziehungsweise Sandheiden-Johanniskraut-Spanner (Aplocera efformata) sehr stark. Die beiden Arten lassen sich anhand der Flügelzeichnung nicht zuverlässig unterscheiden. Wichtige äußere Bestimmungsmerkmale liegen vor allem am Hinterleibsende; bei den Männchen können auch die Form der Valven zur sicheren Bestimmung herangezogen werden.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt strukturreiche Offenlandschaften und Halboffenlebensräume: Waldränder, sonnige Lichtungen, warme Hanglagen sowie blütenreiche Wiesen und Säume, wo ihre Raupennahrungspflanze Johanniskraut (Hypericum perforatum) in ausreichender Menge vorkommt. Der Falter ist von Mai bis Oktober anzutreffen. Unter günstigen, warmen Bedingungen entwickelt die Art zwei Generationen pro Jahr, wobei die erste Generation im Frühsommer und die zweite im Hochsommer bis Frühherbst fliegt.

Besonderheiten

Die Raupen des Großen Johanniskraut-Spanners leben streng monophag, ernähren sich also ausschließlich von Echtem Johanniskraut (Hypericum perforatum). Diese enge Bindung macht die Art von einem stabilen Vorkommen dieser Wildpflanze abhängig. Eine häufige Verwechslungsart ist der Kleine Johanniskraut-Spanner (Aplocera efformata), der sehr ähnlich gefärbt und gemustert ist. Eine sichere Unterscheidung gelingt oft nur durch genaue Betrachtung der Flügelzeichnung oder durch Genitaluntersuchung. Beide Arten können sympatrisch, also im selben Gebiet, vorkommen, was Bestimmungen im Freiland zusätzlich erschwert.