Ampfer-Grünwidderchen (Adscita cf. statices)

Grünwidderchen Adscita statices

Name

Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)

Familie

Zygaenidae (Widderchen)

Körpergröße

Flügelspannweite 25–28 mm

Merkmale

Das Ampfer-Grünwidderchen ist ein kleiner Tagfalter mit auffallend metallisch-grün bis blaugrün schimmernden Vorderflügeln, die je nach Lichteinfall auch türkise oder kupfrige Töne zeigen können. Die Hinterflügel sind graubraun. Der Körper ist ebenfalls metallisch grün gefärbt und dicht beschuppt. Männchen und Weibchen ähneln sich stark, lassen sich aber anhand der Fühler unterscheiden: Bei den Männchen sind die Fühlerenden charakteristisch stumpf abgerundet – ein wichtiges Merkmal gegenüber der ähnlichen Gattung Jordanita, deren Männchen spitz zulaufende Fühlerenden besitzen.

Lebensraum

Die Art besiedelt bevorzugt feuchte bis wechselfeuchte Lebensräume wie Nasswiesen, Feuchtwiesen, Moorränder und Seggenriede, wo ihre Raupenfutterpflanze, der Ampfer (Rumex spec.), häufig vorkommt. Auch magere Wiesenränder und Hochstaudenfluren werden besiedelt. Die Falter fliegen von Juni bis August, mit einem Schwerpunkt im Juni und Juli. Die Raupen überwintern und verpuppen sich im darauffolgenden Mai.

Besonderheiten

Die Raupen ernähren sich ausschließlich von verschiedenen Ampfer-Arten (Rumex spec.), woraus sich der gebräuchliche deutsche Name ableitet. Die Überwinterung erfolgt im Raupenstadium, die Verpuppung findet erst im Mai statt. Das Ampfer-Grünwidderchen gilt in vielen Regionen als Zeigeart für artenreiches, extensiv genutztes Feuchtgrünland und ist durch Lebensraumverlust infolge von Entwässerung und intensiver Landwirtschaft regional gefährdet. Die Art ist selbst für Experten fotografisch kaum von ähnlichen Grünwidderchen-Arten zu trennen, weshalb für eine sichere Bestimmung oft eine Genitaluntersuchung notwendig ist.