Dreizack-Graseule (Cerapteryx graminis)

Cerapteryx graminis

Name

Dreizack-Graseule (Cerapteryx graminis)

Familie

Noctuidae (Eulenfalter)

Körpergröße

Flügelspannweite 27–32 mm

Merkmale

Die Dreizack-Graseule ist ein mittelgroßer Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 27 bis 32 mm. Die Vorderflügel zeigen eine charakteristische und markante Zeichnung, die der Art ihren deutschen Namen verleiht: Ein auffälliges, dreizackartiges Muster zieht sich über die ockerbraun bis rötlich-braun gefärbten Flügeldecken. Dieses kontrastreiche Muster macht die Art im Vergleich zu verwandten Eulenfaltern verhältnismäßig leicht bestimmbar. Die Hinterflügel sind deutlich heller und weniger gezeichnet als die Vorderflügel.

Lebensraum

Die Dreizack-Graseule besiedelt bevorzugt offene bis halboffene Lebensräume mit einem reichen Graserangebot. Dazu zählen Moorwiesen, Heidebiotope, Waldränder und Lichtungen in Wäldern. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und kommt besonders häufig in montanen und subalpinen Lagen vor, wo ihre Raupen an verschiedenen Grasarten wie Quecke und Rispengras fressen. Die Flugzeit der Imagines erstreckt sich von Juli bis September.

Besonderheiten

Bemerkenswert ist die Aktivität der Dreizack-Graseule: Die Falter sind sowohl tag- als auch nachtaktiv, was unter Eulenfaltern eher ungewöhnlich ist. Wie viele nachtaktive Schmetterlinge werden sie von künstlichen Lichtquellen angezogen und lassen sich dadurch gut nachweisen. Die Raupen leben oberirdisch im Gras; sie verbergen sich tagsüber am Boden und fressen nachts an den Blättern und Halmen von Gräsern. In manchen Jahren können sie massenhaft auftreten, was zu erheblichen Kahlfressschäden an Grünlandflächen führen kann. In der Landwirtschaft gilt die Art daher gelegentlich als Schädling. Die Verpuppung erfolgt im Boden. Verwechslungen sind am ehesten mit anderen Arten der Gattung sowie mit ähnlich gezeichneten Eulenfaltern möglich, jedoch macht das namensgebende Dreizackmuster eine sichere Bestimmung in der Regel gut möglich.